Berlin : FU-Streit um Grottian beigelegt Gespräch mit dem Präsidenten

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Der Streit an der Freien Universität um die von FU-Professor Peter Grottian mitinitiierte „Initiative Bankenskandal“ ist beigelegt. Gestern trafen sich der FU-Präsident Peter Gaehtgens und Grottian zu einem klärenden Gespräch – nachdem im August die Auseinandersetzung öffentliche Wellen geschlagen hatte. Gaehtgens hatte gerügt, dass der Politologe Grottian mit seiner Initiative zu weit gegangen sei. Ein Wissenschaftler solle die Gesellschaft analysieren, nicht sich einmischen. Grottian nimmt dagegen für sich ein „sehr weitgefasstes Dienstverständnis“ in Anspruch. Als Wissenschaftler müsse man eine öffentliche Debatte über Missstände anstoßen dürfen. Dem hatte sich auch Wissenschaftssenator Thomas Flierl angeschlossen.

Auch in der Senatsverwaltung setzt man jetzt auf Deeskalation. „Diese Dienstrechtsfrage ist alleinige Angelegenheit der Universität“, sagt Flierls Sprecher Torsten Wöhlert. Über den Inhalt des Vier-Augen-Gespräches wurde Vertraulichkeit vereinbart. „Da ist eine Personalangelegenheit. Dazu wird sich die FU nicht öffentlich äußern“, sagt die FU-Sprecherin Felicitas von Aretin. Ein förmliches Dienstrechtsverfahren gegen Grottian gebe es nicht, verlautet aus der Universität. Nach dem gestrigen Gespräch sei die „Sache nun endgültig erledigt“, sagte Grottian. I.B.

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