Berlin : Führungs-Trio

Ulrich Zawatka-Gerlach

Ihren Ruf als nette, kreative Krabbelgruppe haben die Grünen gestern noch einmal bestätigt. Erst wollten sie ganz viele Senatoren, die sie vorerst nicht bekommen. Dann gründete sich rasch ein linker Flügel, und jetzt haben sie die traditionelle Zweierspitze in der Fraktion zu einem Dreizack umgeschmiedet.

Die Grünen-Spitzenkandidatin Franziska Eichstädt-Bohlig ist nun dritte Fraktionsvorsitzende – neben Sibyll Klotz und Volker Ratzmann. Oder ist sie die erste? Angeblich will die Regierungspartei im Wartestand mit diesem Coup ihre Vorfrau „in Position bringen“, wie es Ratzmann so schön formuliert. Jetzt kann man grübeln, welche Position gemeint ist. Senatorin? Dann muss Eichstädt-Bohlig als Fraktionschefin schnell wieder abgewählt werden. Fraktionschefin? Den Job hat sie ja nun. Oppositionsführerin? Oh je, da gibt es auch noch Friedbert Pflüger und Martin Lindner. Politik ist wirklich ein hartes Geschäft. Das lernt man nicht in 25 Jahren.

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