• Fünf Verletzte bei Kollision von Dampfern Passagiere erlitten Prellungen, als auf der Spree

Berlin : Fünf Verletzte bei Kollision von Dampfern Passagiere erlitten Prellungen, als auf der Spree

zwei Ausflugsboote zusammenstießen

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Fünf Personen wurden verletzt, als am Sonntagnachmittag an der Jannowitzbrücke in Mitte zwei Ausflugsdampfer kollidierten. Die Passagiere erlitten Prellungen und Verstauchungen, berichtete ein Beamter der Wasserschutzpolizei. Die Feuerwehr brachte sie mit mehreren Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Zusammenprall war so stark, dass sich der zentnerschwere Anker der „Andreas“ im Oberdeck der „SpreePerle“ durch das Metall bohrte und die Ankerkette riss. Die Ursache für die Kollision zwischen der „Spree-Perle“ und dem historischen Dampfer „Andreas“ sei offenbar ein Missverständnis zwischen den beiden Schiffsführern, hieß es.

Die „Andreas“ sei aus dem Berggraben, der westlich um die Museumsinsel fließt, in die Spree eingefahren. In diesem Moment habe die „Spree-Perle“ an der Jannowitzbrücke abgelegt und gewendet. Die „Andreas“ schrammte mit ihrem Bug an der Seite der „Spree-Perle“ entlang. Ein Mannschaftsmitglied der „Andreas“ sagte, man habe sich über Funk angekündigt. Ein zweiter Angehöriger der Andreas-Crew sagte, ihm habe ein Passagier der „Spree-Perle“ später berichtet, dass der Schiffsführer des Ausflugsbootes unmittelbar vor der Kollision einen Passagier aufgefordert habe, „seinen Schirm da wegzunehmen, damit ich was sehe“. Die Polizei konnte dies aber nicht bestätigen.

Glücklicherweise saßen zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes alle Passagiere zum Kaffeetrinken im Unterdeck. Die Zahl der Verletzten hätte höher und die Verletzungen hätten schlimmer sein können, wenn die Fahrgäste auf dem Oberdeck gesessen hätten, als sich der Anker in die Aufbauten bohrte und die Kette riss.

Wer Schuld an dem Unglück ist, dazu wollte sich die Polizei am Sonntag nicht äußern. Auf Wasserstraßen müssen ähnliche Regeln wie im Straßenverkehr befolgt werden. So fuhr die „Andreas“ aus einer Nebenwasserstraße in die Spree, die Hauptwasserstraße ist und auf der sich die „Spree-Perle“ befand – vergleichbar einem Auto, das von einer Nebenstraße auf eine Hauptstraße einbiegt. Andererseits müssen Schiffe bei Wendemanövern frühzeitig Signale mit dem Horn geben. Ob dies geschehen sei, müsse noch geprüft werden, sagte ein Beamter der Wasserschutzpolizei. Alkohol bei den Bootsführern habe bei dem Unglück keine Rolle gespielt.

Über die Höhe des an beiden Schiffen entstandenen Schadens gab es gestern nur Schätzungen. Die Reparaturkosten an der „Spree-Perle“ wurden auf mindestens 20 000 Euro beziffert, der Schaden am massiven Bug der „Andreas“ wurde auf eine deutlich geringere Summe geschätzt.weso

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