Berlin : Fünffache Mutter attackiert: Partner bestreitet Mordversuch

Nach 14-jähriger Lebensgemeinschaft war für die fünffache Mutter aus Marzahn Schluss. Doch als sie ihm ihre Trennungsabsicht offenbarte, soll Jorge B. zum Gewalttäter geworden sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 42-Jährige die Frau mit einem Schlüsselband erdrosseln wollte, als sie völlig arglos am Computer saß. Seit gestern muss er sich wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht verantworten.

Kopfschüttelnd reagierte der arbeitslose Dreher auf die Vorwürfe. Er habe sich an jenem Abend Ende Dezember letzten Jahres „hilflos und gereizt“ gefühlt. Es sei auch zu einer Attacke gekommen, weil seine Lebensgefährtin nicht aufgehört habe, mit einer Internetbekanntschaft zu chatten. In seiner Wut habe er in ihr Gesicht gegriffen, um sie zu verletzen. „Gewürgt habe ich sie aber nicht“, beteuerte er.

Der Angeklagte und die Frau haben vier gemeinsame Kinder. Ihren ältesten Sohn hat die Mutter mit in die Beziehung gebracht. Jorge B. sei zunächst sehr kinderlieb gewesen, sagte die 36-Jährige. Zuletzt aber habe sich der aus Kuba stammende Mann „wie ein Pascha“ aufgeführt, die Kinder oft angeschrien und ihr zu verstehen gegeben, dass sie nichts wert sei. Sie teilte ihm am Tatabend mit, dass sie ins Frauenhaus gehen werde. Kurz darauf griff er sie an. Der Prozess wird am 18. Juli fortgesetzt. K.G.

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