Berlin : Für das Metropol wird jetzt noch ein Nachbar gesucht

Arena hat die Friedrichstraße 100 nicht mit übernommen

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Mit der Übernahme des MetropolTheaters an die Friedrichstraße durch Falk Walter und seine Partner aus der Arena in Treptow werden die Karten für das Nachbargrundstück neu gemischt. Wie berichtet, hatte der Liegenschaftsfonds nicht nur das Grundstück des Admiralspalastes (mit dem Metropol-Theater) ausgeschrieben, sondern auch das benachbarte Areal bis zur Stadtbahn. Dieses Grundstück – die Friedrichstraße 100 – wird Walter nicht übernehmen: „Wir haben kein Interesse daran, Immobilien-Unternehmer zu werden“, erklärt er dem Tagesspiegel. Das Nachbargrundstück soll nun durch den Liegenschaftsfonds neu ausgeschrieben und zum Höchstpreis verkauft werden.

Walter und seine Partner von der „Admiralspalast GmbH“ hatten von vornherein kein Angebot für das Nachbargrundstück abgegeben. Anno August Jagdfeld und die Fundus-Gruppe jedoch sehr wohl. Doch Fundus kam nicht zum Zug. Auf der Friedrichstraße 100 (wo jetzt eine Reihe Flachbauten stehen, unter anderem mit der Vorverkaufskasse des Kabaretts „Die Distel“) ist nun alles möglich – vom Hotel bis zum Bürogebäude mit Ladenzeile zur Friedrichstraße. Das Bezirksamt Mitte, das für den entsprechenden Bereich einen Bebauungsplan erstellte, hat mit der Erhaltung des Metropols als Kulturstätte sein wichtigstes politisches Ziel, und mit der Zusage der neuen Eigentümer, das Gebäude denkmalgerecht zu sanieren, auch sein städtebauliches Ziel erreicht. Deshalb ist damit zu rechnen, dass der Bezirk bei der Bebauung der Friedrichstraße 100 einige Kompromisse eingehen muss, damit auch der Verkaufspreis stimmt.

Insgesamt wird sich der Block zwischen Spreeufer im Norden und Stadtbahnviadukt im Süden in den nächsten Jahren komplett verändern. Das Grundstück an der Ecke Friedrichstraße und Am Weidendamm (jetzt eine planierte Fläche) ist ebenfalls verkauft, wann jedoch mit den Arbeiten für einen Wohn- und Geschäftsblock begonnen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Das gesamte Gebiet hat der Bezirk mit einem Bebauungsplan belegt, der ein Gewerbe-Kultur-Mix vorsieht. Mit dem Umbau und der Sanierung des Metropols will Falk Walter beginnen, sobald er eine Baugenehmigung bekommt. Ein Jahr kalkuliert er für die Bauarbeiten. Die Eröffnung könnte vermutlich im Frühjahr 2005 gefeiert werden. oew

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