• Für die Präsentation seines neuen Streifens "St. Pauli Nacht" konnte es für den Regisseur nicht schmierig genug sein

Berlin : Für die Präsentation seines neuen Streifens "St. Pauli Nacht" konnte es für den Regisseur nicht schmierig genug sein

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Gebt ihm den Grünen, den Grünen Salon. Sönke Wortmann will es schmierig. Der Rote ist ihm nicht schmierig genug. Es ist offenbar gar nicht so einfach, ein schmieriges Stück St. Pauli in Berlin zu finden, auch nicht im nüchternen Baustaub-Ambiente der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Ein Stück St. Pauli aber soll es sein, in dem der Regisseur Interviews zu seinem neuen Film "St. Pauli Nacht" gibt, der demnächst im Kino startet. "Grün und gelb, das macht es erst so richtig schmierig", sagt Wortmann zu den Grundfarben seiner St. Pauli-Nacht. Nicht, dass er Berlin nicht geeignet fände, um trendgerecht auch hier mal zu drehen, "aber einen Roman über St. Pauli (übrigends von Krimiautor Frank Göhre) in Berlin drehen?" Hier gibt es nur den roten Plüsch im Roten Salon wo er sich an der rot beleuchteten Bar zusammen mit Hauptdarstellerin Valerie Niehaus aufbaut. Er setzt einen gutmütigen Schlafzimmerblick auf, sie schaut aus ebenso blauen Augen aufgeweckt in die Objektive. Valerie Niehaus hatte von ihrer Rolle als Julia in der ARD-Seifenoper "Verbotene Liebe" erstmal genug, setzte sich für eine Schauspielausbildung nach New York ab, um nun eine männerfrustrierte Erfolgsfrau zu spielen, im Hamburger Viertel der verbotenen Liebe. Als Wohnort zieht sie jedoch immer noch ihr heimatliches Pankow vor. Derzeit schaut sie allerdings auf schneebedeckte Berge an ihrem neuen Drehort in Österreich. Dort steht sie für einen Horrorfilm vor der Kamera. In Berlin ist sie nur für kurze Zeit, um Wintersachen zu holen und um mit Traum-Regisseur Wortmann durchs Volksbühnen-Foyer zu hüpfen. Sie in grün-grauen Sportschuhen, er in gelben. Ganz schön schmierig.

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