• Für Kindersoldaten und schwangere Mädchen - Christina Rau startete Kinderhilfs-Projekt

Berlin : Für Kindersoldaten und schwangere Mädchen - Christina Rau startete Kinderhilfs-Projekt

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Christina Rau hat in Berlin zu Spenden für UNICEF-Kinderhilfs-Projekte im Kosovo, in Kambodscha und in Sierra Leone aufgerufen. Die diesjährige Weihnachtsaktion, die die Frau des Bundespräsidenten und neue Unicef-Schirmherrin gestern startete, sei "ein Angebot an alle, die sich mit den täglichen Elendsbildern im Fernsehen nicht abfinden" wollten.

Der Geschäftsführer der UNICEF-Deutschland, Dietrich Garlichs, sagte, dass die Spenden Kindern und Jugendlichen zugute kommen sollen, die in den Kriegen und Bürgerkriegen der 90er Jahre verletzt und mißbraucht wurden oder ihre Eltern verloren haben. In Sierra Leone haben Rebellen allein in der Hauptstadt Freetown 4000 Kinder entführt, um sie zu Soldaten zu machen. Geplant sei nun ein Rehabilitierungsprogramm für entlassene Kindersoldaten, sowie ein Heim und Ausbildungsprogramme für schwangere Mädchen, die Opfer von Massenvergewaltigungen wurden.

Im Kosovo will UNICEF vor allem im Krieg zerstörte Schulen wieder aufbauen und winterfest machen und die Gesundheitsversorgung für Kinder verbessern. Der albanische Arzt und Mitbegründer der nationalen Hilfsorganisation "Mutter-Theresa-Stifung", Gani Demolli, berichtete gestern von der chaotischen Situation in seiner Heimat. Gegenwärtig stehe das desolate öffentliche Gesundheitswesen Tuberkulose- und Hepatitis-Epidemien unter Kindern und Jugendlichen weitgehend hilflos gegenüber. Mit dem UNICEF-Schulprogramm wurden bislang 250 von 700 zerstörten Schulen wieder eröffnet und 100 000 Schulranzen mit Schreibmaterialien verteilt. In Kambodscha geht es um die Opfer von Landminen, von denen täglich etwa 100 explodieren. Verletzte Kinder sollen Prothesen und Rollstühle bekommen.Die UNICEF-Weihnachtsaktion "Hoffnung für Kinder in Not" hat das Spendenkonto 300 000 bei der Stadtsparkasse Köln, Bankleitzahl 370 501 98.

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