Berlin : Für SAT 1-Ballon wird die Luft dünn

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Der Passagier-Ballon am Potsdamer Platz darf nicht mehr in die Luft gehen. Die zuständige Stadtentwicklungsverwaltung verlängerte die Betriebsgenehmigung, die am 30. November auslief, nicht mehr. Grund ist der Einspruch der benachbarten Landesvertretungen von Brandenburg und Hessen, die Sicherheitsbedenken haben. Von der Ballongondel aus könne man zum Beispiel die Privaträume des Ministerpräsidenten einsehen, so die hessische Landesvertretung.

Seit Monaten kämpft der Betreiber des so genannten High-Flyers, Frank Hellberg, um seinen Ballon. Er glaubte, die Verlängerung der Betriebserlaubnis um ein Jahr schon in der Tasche zu haben. Er irrte: Der Senat verlängerte zwar die Luftfahrtrechtliche Genehmigung. Doch für den Betrieb braucht Hellberg gleich drei solcher Dokumente. Für die noch ausstehenden Genehmigungen habe er einen positiven Zwischenbescheid, sagt Hellberg. Nun ist dieses Wohlwollen Makulatur. Kurz vor Ablauf der Frist am 30. November erhielt Hellberg per Fax die endgültige Absage. "Stadtentwicklungssenator Peter Strieder macht eine Touristenattraktion Berlins und 30 Arbeitsplätze kaputt", schimpft der Ballonfahrer. Er habe in den Ballon drei Millionen Mark investiert. Die Strieder-Behörde beruft sich auf das Nachbarschaftsrecht. "Die Landesvertretungen haben als Anlieger ein Recht auf Einspruch", sagt Petra Reetz, Strieders Pressesprecherin. "Wir durften die Genehmigung unter diesen Umständen nicht verlängern."

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