Berlin : Funkwagen gerammt, dann Frau verprügelt Polizei: Mann muss Wohnung fernbleiben

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In einer Nacht hat ein 30-Jähriger vieles verloren: Führerschein, Wohnung und möglicherweise auch dauerhaft seine Frau. Gegen 3 Uhr früh am Sonntagmorgen war der Pole nach Hause gekommen, kurz danach prügelte er in der Wohnung in der Moabiter Sickingenstraße brutal auf seine 25 Jahre alte Ehefrau ein. Anschließend zog der Mann die nur mit einem Nachthemd bekleidete Frau auf die Straße und schlug weiter auf sie ein. Er schleppte sie dann zu Verwandten, die in der Nähe wohnen. Weil die Frau schrie und weinte, zogen sie die 25-Jährige in die Wohnung und schlossen die Tür. Der 30-Jährige flüchtete, wurde aber wenig später festgenommen. Zudem sprachen die Beamten eine so genannte Wegweisung aus: Der Mann darf 14 Tage lang die eheliche Wohnung nicht mehr betreten und sich seiner Frau nicht nähern. Bereits in der Vergangenheit hatte der Mann mehrfach seine Frau angegriffen.

Das Motiv der jüngsten Misshandlung ist unklar. Klar ist allerdings, dass es in dieser Nacht bereits zuvor eine Begegnung des Polen mit der Polizei gab: Kurz nach Mitternacht hatte er an der Reinickendorfer Straße, Ecke Müllerstraße vor einer roten Ampel gestanden. Plötzlich legte der 30-Jährige den Rückwärtsgang ein und krachte in das dahinter stehende Auto. Pech: Das war ein Polizeiauto. Die Beamten rochen den Grund für die Ungeschicklichkeit schnell: Eine Blutprobe ergab knapp ein Promille. Ohne Führerschein durfte der Mann gehen.

Stunden später war der Mann erneut im Polizeigewahrsam. Gegen den 30-Jährigen sprach die Polizei eine Wegweisung bis zum 27. November aus. In dieser Zeit kann die 25-Jährige Ehefrau vor Gericht eine dauerhafte Wegweisung im Sinne des Gewaltschutzgesetzes erwirken. Wie gestern berichtet, greifen immer mehr Frauen zu diesem Mittel, um sich vor ihren prügelnden Männern oder Lebensgefährten zu schützen. 1947 Anträge gab es 2004, 1486 bis September diesen Jahres. Die Polizei verweist pro Jahr etwa 1000 Männer aus der Wohnung. Ha

Informationen unter

www.big-interventionszentrale.de

oder Telefon 611 0300 (9 - 24 Uhr)

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