Berlin : Furcht vor hohen Sachschäden

Technisch ist Tempelhof nach wie vor ein voll funktionsfähiger Flughafen. Alle Anlagen der Flugsicherung wie Antennen oder die Beleuchtung der Start- und Landebahnen sind noch vorhanden. Sollte es zu einem Sturm auf das Gelände kommen, werde man die wertvollen Anlagen durch die Polizei schützen lassen, teilte die Flugsicherung mit. Die Furcht vor hohen Sachschäden ist groß.

Die Flugsicherung kann ihre Anlagen erst abbauen, wenn der Flughafen rechtsverbindlich entwidmet ist. Klagen gegen diesen Entwidmungsbeschluss der Stadtentwicklungsverwaltung sind zwar vom Oberverwaltungsgericht abgewiesen worden, gegen das Nichtzulassen der Revision hat ein Privatmann jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt. Bis darüber entschieden ist, bleibt Tempelhof rechtlich ein Flughafen, auch wenn der Flugverkehr am 30. Oktober 2008 eingestellt worden ist und es keine Betriebsgenehmigung mehr gibt.

Das Gebäude, in dessen Hangars zur Zeit Umbauten für die Modemesse Bread and Butter stattfinden, ist inzwischen durch einen Zaun vom Flugfeld getrennt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen seien nicht erforderlich, teilte die Messe mit. Propagiert sei das Besetzen der Freifläche, nicht des Gebäudes. kt

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