Fußball-WM : Bislang keine Klagen über feiernde Fans

Zu dem Spielen der Fußball-WM ging es in Berlin bislang weitgehend ruhig zu. Es gab nur wenige Beschwerden.

Vinzenz Greiner
Vollkommene Stille beim Fußballgucken gibt es nur auf der Fanmeile im Legoland Discovery Centre am Potsdamer Platz.
Vollkommene Stille beim Fußballgucken gibt es nur auf der Fanmeile im Legoland Discovery Centre am Potsdamer Platz.Foto: dpa

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat begonnen. Doch davon merkt man in Berlin noch nicht so viel – abgesehen von den bunt beflaggten Balkons vielleicht und ein paar Böllern im Wedding beim ersten Turniertor für Kroatien. Eigentlich bedeutet das Weltereignis ja nicht nur Partylaune und südländisches Flair vor jedem Späti der Stadt. Sondern auch: Tröten, Grölen und Gesänge auf fast jedem Hinterhof. Vor der WM gab es viele Debatten um mögliche Lärmbelästigungen zu später Stunde. Beim Eröffnungsspiel zwischen Kroatien und Brasilien am Donnerstag ging es in Berlin aber ruhig zu.

Die 10 500 Kroaten und 3500 Brasilianer, die hier leben, hielten sich trotz der spielentscheidenden Fehlentscheidung noch zurück. So wurden dem Ordnungsamt Mitte gar keine Ruhestörungen gemeldet. Die Ämter in Kreuzberg-Friedrichshain und Charlottenburg-Wilmersdorf haben keine gesicherten Nachweise für WM-spezifische Belästigungen. Und auch im Bezirk Neukölln gab es nicht mehr Krach auf die Ohren als sonst. Zwar hätten sich ein paar Anrufer beschwert, sagt eine Mitarbeitern des Ordnungsamtes Neukölln. „Aber wir bekommen auch sonst ständig Anrufe von Bürgern wegen Nachbarschaftslärm." Derzeit klingle das Bürgertelefon beim Neuköllner Ordnungsamt vor allem, weil Bezirksbewohner Anfragen bezüglich der WM hätten - etwa, ob eine Kneipe überhaupt die Erlaubnis habe, Public Viewing anzubieten.

Auch die Berliner Feuerwehr hat mit knapp 1400 Einsätzen keinen aufregenden ersten WM-Tag hinter sich gebracht. „Normalerweise haben wir zwischen 1200 und 1300 Einsätze pro Tag", erklärt Sprecherin Anke Olm. Außerdem werde ohnehin nicht erfasst, ob der Einsatz mit der Weltmeisterschaft zusammenhänge.

Die Berliner Polizei, die ab 21.30 Uhr die Ordnungsämter in der Zuständigkeit für Ruhestörung ablöst, hat auch nichts zu vermelden. „Bei uns sind keine Beschwerden eingegangen“, sagt eine Polizeisprecherin. Wenn dann Deutschland spiele, fügt sie lachend hinzu, sähe das allerdings anders aus. Am Montag beim Spiel gegen Portugal heißt es: Oropax rein oder mitfeiern!

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