Fußballturnier der Musiker : Berliner Orchester spielen im Olympiastadion

Seit zehn Jahren treffen sich die Ensembles von acht Berliner Orchestern zum Fußballspielen - am Montag kicken sie erstmals in der einstigen WM-Arena.

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Foto: Florian Pohl / City-Press

Man muss nicht immer im Konzertsaal spielen: Am Montag ab 14.30 Uhr findet im Olympiastadion zum zehnten Mal das jährliche Fußballturnier der Berliner Orchester statt. Die Mannschaften von acht Ensembles treten an, um den begehrten Wanderpokal: Komische und Deutsche Oper, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium, Berliner Philharmoniker, Staatskapelle, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und das Konzerthaus Berlin, das als Titelverteidiger das diesjährige Turnier ausrichtet.

Entstanden waren die Orchester-Meisterschaften zum Zwecke der (musikalischen) Nachwuchsförderung: Alle Teilnehmer zahlen einen kleinen Beitrag, die Summe kommt am Ende dem Bach-Gymnasium zugute.

Berlin, dein geheimnisvolles Olympiastadion
Wer in der Westkurve im Oberring übrigens nach ganz oben stiefelt und sich in der letzten Reihe auf den Klappstuhl stellt, sieht einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter Spandau. Wäre das Dach hier oben geschlossen, sähe man den nicht (und müsste stattdessen immer Hertha da unten guckt, was nicht immer ein Vergnügen ist, wie wir wissen).Weitere Bilder anzeigen
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19.05.2017 16:01Wer in der Westkurve im Oberring übrigens nach ganz oben stiefelt und sich in der letzten Reihe auf den Klappstuhl stellt, sieht...

Konzerthaus-Kapitän Matthias Benker (Bratsche) findet klassische Musiker, die Fußball spielen, nicht überraschend: „Es gibt eine Verbindung zwischen Orchestern und Sportmannschaften – beide müssen im Team arbeiten.“

Der Klassiker ist natürlich Konzerthaus (drei Titel) gegen Philharmoniker (vier Titel). Beulen am Klangkörper sind dabei nicht ausgeschlossen: „Es gibt schon Körperkontakt“, sagt Benker, „aber wir versuchen uns natürlich nicht sinnlos zu verletzen.“ Dafür dauern die Partien auch nur jeweils 15 Minuten.

Wer anfeuern will, kann dies gerne tun: Der Eintritt ist frei, Eingang ist das Osttor am Olympischen Platz.

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