• Fußgängerzone und Straßensperrungen: Touristen sollen den Kollwitzplatz bald zu Fuß erkunden

Berlin : Fußgängerzone und Straßensperrungen: Touristen sollen den Kollwitzplatz bald zu Fuß erkunden

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Keine extremen Eingriffe, aber wohltuende Folgen: So lassen sich die Pläne beschreiben, die Mitglieder der Betroffenenvertretung Kollwitzplatz und des Ausschusses für Stadtentwicklung in der Bezirksverordnetenversammlung Prenzlauer Berg für ruhigeren Straßenverkehr und die Lösung der Parkplatzprobleme auf dem Kollwitzplatz geschmiedet haben.

Wie die Stadtplanerin Barbara Neubauer von der Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung S.T.E.R.N. gestern sagte, soll der Verkehr künftig im Wesentlichen um das Gründerzeitgebiet herum über Schönhauser und Prenzlauer Allee rollen. Zu diesem Zweck wird die Wörther Straße zwischen Kollwitzstraße und Husemannstraße gesperrt. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen weiter durch.

Die Kollwitzstraße wird auf zwei Abschnitten zwischen Saarbrücker und Knaackstraße sowie zwischen Sredzkistraße und Danziger Straße zur Sackgasse. Im Bereich um die Kreuzung der Kollwitzstraße / Belforter Straße soll die Fahrbahn an zwei Stellen mit Hartgummimatten erhöht werden, um Autos und Motorräder zu Schritttempo zu zwingen. Der Kollwitzplatz soll Fußgängern vorbehalten bleiben. Ein Halteverbot von 8 bis 18 Uhr auf der Kollwitzstraße zwischen Knaackstraße und Wörther Straße soll ungebetene Gäste auf der Suche nach Parkplätzen tagsüber fernhalten.

Auch das Problem der durchfahrenden Reisebusse soll gelöst werden. Dafür sind zwei Haltestellen geplant: An der Wörther Straße und an der Saarbrücker Straße sollen die Reisegesellschaften aus den Bussen steigen, um den Kiez zu Fuß zu erkunden. Anschließend rollen die Busse zum Parkpatz an der Eberswalder Straße in der Nähe des Mauerparks. Dort warten sie, bis sie per Handy zurückgerufen werden.

Das Ganze soll auf 18 Monate befristet sein. Ein Termin für den Start steht jedoch noch nicht fest, weil sich das Bezirksamt Prenzlauer Berg zunächst mit der Verkehrsverwaltung des Senats über die Einzelheiten einigen muss. Planerin Barbara Neubauer glaubt, dass es nicht vor dem nächsten Frühling losgehen kann. Nach dem Start soll zwölf Monate beobachtet werden, wie sich die Veränderungen auf die umliegenden Gebiete auswirken. Dabei ist Studentengruppen die Rolle als Verkehrszähler zugedacht. Falls der Verkehr in bislang ruhige Straßen abgedrängt wird, sollen die Pläne geändert werden.

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