Berlin : Galeries Lafayette: Scheiben der Fassade werden bis August ausgetauscht sein

Jörn Hasselmann

Die Scheiben des Kaufhauses Galeries Lafayette sind fast komplett ausgewechselt. Derzeit fehlen noch einige kleine Elemente im Eingangsbereich des Kaufhauses an der Friedrichstraße. Im August soll die Fassade des erst im Februar 1996 eröffneten Quartier 207 vollständig erneuert sein. Wie berichtet, hatten sich mehrfach in den Jahren 1998 und 1999 Glasplatten gelöst und waren auf dem Bürgersteig zerschellt. Mindestens sechs Mal fielen zentnerschwere Scheiben heraus, zum Teil auch im weihnachtlichen Einkaufstrubel. Wie durch ein Wunder war nie ein Passant durch die scharfkantigen Splitter verletzt worden. Insgesamt besteht die Fassade aus 1800 Glasscheiben; eine Verunreinigung des Materials soll die Ursache für die Unfälle sein.

Die Galeries Lafayette als Mieter des Quartier 207 hatten den Eigentümer, die Immobilienfirma "Euro-Projektentwicklung", mehrfach aufgefordert, die Fassade zu sanieren. Wiederholt wurden Gutachter und Gerichte bemüht. Als im August 1999 zum letzten Mal eine Scheibe herausgebrochen war, beugte sich der Eigentümer des Hauses dann doch der Anordnung des Bezirksamtes Mitte und spannte blaue Netze, die Passanten schützen sollten.

Diese Schutznetze waren nicht eben attraktiv, mehrfach hatte das Kaufhaus über Geschäftsschädigung geklagt. Nach Abschluss der Arbeiten darf das Kaufhaus große Fahnen über die ganze Höhe des Hauses mit dem Schriftzug der "Galeries Lafayette" anbringen.

Die Fahrbahn der Friedrichstraße Richtung Norden wird wegen der Fassadenarbeiten in den kommenden drei Wochen an mehreren Tagen gesperrt. Donnerstags und freitags ist die Spur jeweils von 18 bis 22 Uhr, sonnabends von 16 bis 22 Uhr und sonntags ganztägig von 6 bis 22 Uhr unterbrochen. Autos und Busse werden über Jäger-, Charlotten- und Französische Straße umgeleitet. Montags bis mittwochs wird nicht gearbeitet, los geht es am morgigen Donnerstag.

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