Gartenkunst : Auf Fürst Pücklers Spuren

„Der grüne Fürst“ hat Heinz Ohff, früherer Feuilleton-Chef des Tagesspiegels, sein bei Piper erschienenes Buch über Hermann von Pückler-Muskau zu Recht betitelt. Die Gartenkunst Pücklers ist an verschiedenen Orten im näheren und weiteren Umkreis Berlins zu entdecken – und nicht nur das.

BRANITZ

Ein Schauspielerpaar, kostümiert als der Gartenfürst und seine „Schnucke“ Lucie, unternehmen regelmäßig einen Spaziergang durch Schloss und Park. Unterwegs werden nicht nur unerwartete Einblicke in die Park-Bildergalerie geboten, sondern auch in das ungewöhnliche Leben des Ehepaars – eine Beziehung voller Spannung und Spannungen. Auch das Schloss spiegelt das exzentrische Leben der beiden wider. Die Teilnehmer erleben die frisch restaurierten Räume Lucies und das Schlafzimmer Pücklers, die Bibliothek und

den Musiksaal. In den Orienträumen geht es auch um die Beziehung zu Machbuba, jener abessinischen Prinzessin, die Pückler auf dem Sklavenmarkt in Kairo kaufte.

Ein 60- bis 90-minütiger Rundgang kostet zwischen 145 und 225 Euro. Infos: Tel.

035606/42656 oder fuerstin-lucie@t-online.de.

Schloss und Gutshof der ab 1845 in Branitz bei Cottbus geschaffenen Anlage sind auch ohne solch eine Führung zu besichtigen. Beide Gebäude sind bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Infos: Tel. 0355/75150, www.pueckler-museum.de.

BABELSBERG

Auch der Schlosspark in Babelsberg trägt die Handschrift Pücklers. Die oft verblüffenden Sichtachsen und anderen Ausblicke können auf Rundgängen mit einem Schauspieler in der Rolle Pücklers entdeckt werden. Diese finden am 7. und 21. August, am 18. September sowie am 2. und 16. Oktober statt und kosten 10 Euro. Treffpunkt ist jeweils um 14.30 Uhr vor Schloss Babelsberg. Anmeldung Tel. 0331/9694200.

NEUHARDENBERG

Der Park des Schlosses Neuhardenberg, an dem Pückler mitgewirkt hat, ist vor einigen Jahren als „schönster Landschaftspark Deutschlands“ ausgezeichnet worden. Besucher können ihn jederzeit durchstreifen. Das Schloss steht bis zum 30. Oktober jeden Sonntag, 13 Uhr bis 18 Uhr, offen. Führungen werden um 13 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr angeboten. Die Ausstellung über die Geschichte des Ortes und der Familie von Hardenberg ist Dienstag bis Sonntag, 11 bis 19 Uhr, geöffnet. Infos Tel. 033476/6000, www.schlossneuhardenberg.de.

BAD MUSKAU

Es ist schwer zu entscheiden, ob Branitz oder das in Sachsen, nahe Brandenburg gelegene Bad Muskau die schönere Anlage bietet. Am besten, man sieht sich beide an. Schloss und Park in Muskau hatten in der Nachkriegszeit stark gelitten. Das Gebäude brannte im Herbst 1945 aus, wurde erst vor wenigen Jahren wiederaufgebaut. Durch den Park fließt die Neiße, der östliche Teil liegt nun in Polen – eine Einladung zum Spaziergang ins Nachbarland. Das Schloss ist bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt Parkführungen, Fahrradverleih, Kutsch- und Bootsfahrten. Infos: Tel. 035771/63100 oder www.muskauer-park.de.ac/ste

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