Gartenstadt in Berlin-Reinickendorf : Der Kasinoturm in Frohnau wird wiederbelebt

Jahrelang war die Aussichtsplattform des denkmalgeschützten Turms geschlossen und die Wirtsräume standen leer. Bis 2018 soll das Zentrum der Gartenstadt saniert und erweitert werden.

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Das Areal rund um den Kasinoturm am Ludolfinger Platz soll wiederbelebt werden. Foto: Thilo Rückeis
Das Areal rund um den Kasinoturm am Ludolfinger Platz soll wiederbelebt werden.Foto: Thilo Rückeis

Seit etwa zehn Jahren stehen die Räume des Kasinoturms in Frohnau leer. Das soll sich bald ändern, denn schon in den ersten Monaten des Jahres 2017 will ein neuer Investor sowohl Turm, Vorplatz als auch das angrenzende historische Wohn- und Geschäftshaus am S-Bahnhof Frohnau wieder beleben. Die Concarus Real Estate Invest GmbH steckt einen zweistelligen Millionenbetrag in die Sanierung und Erweiterung des 3300 Quadratmeter großen Areals im Berliner Norden. Geschäftsführer Boris Milkov will bis zum Frühjahr 2018 den Großteil der Arbeiten abgeschlossen haben, da sollen dann ein Drogeriemarkt und ein Supermarkt auf dem erneuerten Gelände eröffnen.

Bis in die 1920er Jahre gab es einen Biergarten auf dem Vorplatz des Turms. Noch ist unklar, ob diese Zeiten zurückkehren. "Wir suchen gerade einen Gastronomen, der die Fläche bewirtschaftet. Der Platz soll zum Treffpunkt werden", sagte Milkov dem Tagesspiegel. Wie genau die Gestaltung dann aussieht, ist noch nicht sicher.

Anfang des 20. Jahrhunderts als Wasserturm genutzt, bildet der 35 Meter hohe Turm das Wahrzeichen von Frohnau und das Zentrum der Gartenstadt. Über enge Treppen konnte man früher auf eine Aussichtsplattform klettern, jedoch ist auch diese seit Jahren wegen Sanierungsbedarf geschlossen. Der frühere Investor habe laut Milkov kein Geld in die Hand genommen.

Nun soll der Turm wieder zugänglich gemacht werden, allerdings nur zu ausgewählten Veranstaltungen. Eine dauerhafte Öffnung wird es aus Brandschutzgründen nicht geben. Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, sind auch größere Umbauten nicht möglich.

Neben Einkaufsmöglichkeiten und Verköstigung entstehen in Absprache mit dem Bezirk auch 67 neue Fahrradstellplätze für den S-Bahnhof.

Die Vorbauarbeiten für das Projekt haben bereits begonnen, Baugenehmigung des Bezirks gib es allerdings noch keine. Milkov rechnet aber noch in diesem Jahr mit der Genehmigung.

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