• Gasag-Außenstände: 30 Millionen Unternehmen praktiziert jetzt aber stark verkürzte Mahnfristen

Berlin : Gasag-Außenstände: 30 Millionen Unternehmen praktiziert jetzt aber stark verkürzte Mahnfristen

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Rund 30 Millionen Mark Außenstände führt die Gasag in ihren Büchern. Das soll nicht so bleiben. Mit der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems hat das Unternehmen seine Mahnfristen drastisch verkürzt, wie einem Tagesspiegel-Leser vor kurzem auffiel.

"Wir haben uns entschlossen, nicht sechs Monate ins Land gehen zu lassen, sondern das zügig zu machen", sagt dazu Michael Woelki, Chef der Abrechnungs- und Service-Gesellschaft, die für die Gasag auch das Mahnwesen besorgt. Schon nach sechs so genannten Verzugstagen geht inzwischen eine Mahnung heraus. Gewissermaßen im Gegenzug hat das Unternehmen die Abschlagszahlungen stärker gestückelt. Statt fünf gibt es jetzt elf Abschläge im Jahr. "So kann der Kunde besser zahlen", sagt Woelki, "aber er wird auch schneller gemahnt". Auch härtere Schritte erfolgen nun schneller. Schon bei einem Außenstand von 250 DM (bisher 1000) wird ein Erinnerungsschreiben abgeschickt mit dem Hinweis, dass bei weiterem Zahlungsverzug ein Außendienstmitarbeiter erscheinen werde. Bei diesem kann der Gasag-Kunde entweder zahlen - oder der Zähler wird ihm gesperrt. Das geschehe schließlich auch im Interesse aller Kunden, sagt Woelki.

Einen Vorwurf weist die Gasag allerdings zurück. Die schnellen Mahnungen, sagt Gasag-Sprecher Klaus Haschker, hätten nichts mit dem jeweils gleichzeitig geäußerten Wunsch des Unternehmens zu tun, Einzugsermächtigungen der Kunden zu bekommen. Diesen Wunsch habe man schon immer gehabt, sagt Haschker, "wie alle anderen Unternehmen auch".

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