Berlin : Gasag will in diesem Herbst den Preis erhöhen

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Gas wird teurer. Im Herbst will die Gasag den Preis pro Kilowattstunde um fünf bis zehn Prozent erhöhen. Dies sagte GasagSprecher Klaus Haschker gestern. Derzeit kostet eine Kilowattstunde 4,06 Cent inklusive Steuern. Wann die Preiserhöhung genau in Kraft tritt und in welcher Höhe, werde der Aufsichtsrat des Unternehmens Ende September entscheiden, sagte Haschker weiter. Grund für die Erhöhung sei die angekündigte Preissteigerung der Erdgasproduzenten. Diese wollen nach Gasag-Angaben die Preise um sechs bis acht Prozent erhöhen. In Berlin hat die Gasag 700000 Kunden, 43 Prozent aller Haushalte heizen in Berlin mit Gas.

Da ein Vier-Personen-Haushalt mit Gasheizung durchschnittlich 20000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, bedeutet eine Preiserhöhung von zehn Prozent eine Mehrbelastung von 80 Euro pro Jahr. „Alle Versorger werden erhöhen“, sagte Gasag-Sprecher Haschker. Das Unternehmen EWE, das große Teile Brandenburgs beliefert und bislang zu den günstigsten Anbietern gehörte, hatte seinen Preis in der vergangenen Woche um 13 Prozent erhöht – auf 3,94 Cent inklusive Steuern.

Der Berliner Gaspreis hatte viele Jahre lang teilweise deutlich über dem Bundesdurchschnitt gelegen. Seit 2001 liegt die Gasag jedoch etwa fünf Prozent unter dem Durchschnittsniveau. Der Gaspreis ist seit Jahrzehnten international an den Ölpreis gekoppelt. Da Heizöl und Benzin seit Jahresbeginn erheblich teurer wurden, wirkt sich dies nun auch beim Erdgas aus.

Der Strompreis soll in diesem Jahr nicht heraufgesetzt werden. „Für 2004 gilt unsere Preisgarantie“, sagte Bewag- Sprecher Olaf Weidner, das gleiche gelte für Fernwärme. Die Entscheidung, ob im Jahr 2005 die Preise steigen, soll im Oktober fallen. Zuletzt hatte die Bewag die Preise Anfang 2002 heraufgesetzt. Ha

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