Berlin : Gasexplosion – Freispruch oder acht Jahre Haft?

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Für den Staatsanwalt war es ein Mordversuch, aus Sicht des Verteidigers war es ein Unglück, für das Walter K. nicht bestraft werden kann. Die Meinungen über den Mieter, der bei einem Selbstmordversuch die Gasleitung seiner Wohnung in Oberschönweide manipuliert und das Haus weitgehend zerstört hatte, gehen weit auseinander. Die Verteidigung plädierte gestern auf Freispruch wegen Schuldunfähigkeit. Der 44-jährige K. habe in seinem „unbedingten Todeswunsch“ weder an seine Mitmenschen noch an die brennende Kerze im Wohnzimmer gedacht, sagte Anwalt Thorsten Bieber. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von acht Jahren wegen versuchten Mordes beantragt. Das Urteil soll am 7. Dezember verkündet werden. K.G.

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