Berlin : Gasexplosion Herderstraße: Neue Spur zum Attentäter

Von dem seit einem Jahr wegen Herbeiführens einer Gasexplosion mit internationalem Haftbefehl gesuchten Lothar Terletzki gibt es eine neue Spur. Er wurde im rheinland-pfälzischen Trier gesehen, teilte die Polizei mit. Seit der Tat ist Terletzki flüchtig. Zuvor war er in Baden-Württemberg untergetaucht, wo er sich bis Ende September 2000 nachweislich in zwei Pensionen eingemietet hatte. Der Gesuchte wird verdächtigt, im August 2000 im Keller eines fünfgeschossigen Wohnhauses an der Herderstraße in Charlottenburg die Gasleitungen manipuliert zu haben. Bei seiner Tat soll er den Tod von 32 meist noch schlafenden Bewohnern - und seiner Ehefrau - in Kauf genommen haben. Bei der Explosion waren vier Hausbewohner und fünf Polizisten zum Teil lebensgefährlich verletzt worden.

Terletzki hatte von Kindheit an bis 1978 in der Region Trier gelebt und gearbeitet. Zielfahnder der Berliner Polizei erhielten aus seinem früheren Umfeld den Hinweis, dass er am 8. Juli dort gesehen wurde. Der 58-Jährige soll einen ungepflegten Eindruck gemacht haben. Nach Polizeiangaben benutzte er auf seiner Flucht öffentliche Verkehrsmittel. Für Hinweise, die zur Festname des Gesuchten führen, hatte die Polizei eine Belohnung von 5000 Mark ausgesetzt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben