Gatow : Der Hafen ist das Ziel

Nach Kladow soll auch Gatow wieder einen eigenen Hafen bekommen – inklusive neuer Steganlagen, einem Kanuverleih und einer Anlegestelle für Ausflugsdampfer. Dazu will der Bezirk EU-Fördermittel beantragen.

Nach Kladow soll auch Gatow wieder einen eigenen Hafen bekommen – inklusive neuer Steganlagen, einem Kanuverleih und einer Anlegestelle für Ausflugsdampfer. Dafür will der Bezirk Spandau laut Baustadtrat Carsten Michael Röding (CDU) Fördermittel von der EU beantragen. Die Marina ist Teil eines Standortentwicklungskonzepts für Gatow, das im Rahmen eines EU-Projektes erstellt wurde.

Vor dem Bau der Marina sollen zunächst andere, kleinere Projekte im dörflichen Spandauer Ortsteil realisiert werden: So werde demnächst ein Bauernweg ausgeschildert, der zu den Hofläden Gatower Landwirte führe, teilte Grünflächenamtsleiterin Elke Hube mit. Außerdem sollen landwirtschaftliche Produkte aus Gatow gezielter vermarktet werden, auch ein „Denkmalweg“ als Rundkurs zu den baulichen Höhepunkten des Ortsteils wie der historischen Dorfkirche und der Bockwindmühle werde eingerichtet. Zudem erscheine bald eine umfassende Wanderkarte des Gesamtbereiches.

Genehmigt die EU weitere Fördermittel, kann die kleine Badewiese in Alt-Gatow erweitert werden, so Baustadtrat Röding. Auch die Imbissgastronomie möchte er ausbauen. Vor dem alten Kornspeicher, der vom Verein Historisches Gatow als Museum und Besucherinformation ausgebaut wird, ist ein gepflasterter Dorfplatz geplant.

Auf einer Uferfläche südlich der Villa Lemm – der einstigen Residenz der britischen Stadtkommandanten – könnte ein Hafenplatz mit Steganlagen entstehen. Er würde das bereits vorhandene Angebot der umliegenden Wassersportvereine ergänzen. Hier soll auch die Anlegestelle zur Wiedereinbindung Gatows in die Routen der Ausflugsdampfer entstehen. Auch an einen erweiterten Service für Wasserwanderer mit einem Ausbau des Gästebettenangebots im vorhandenen Wassersportheim ist gedacht. Fahrrad- und Kanuverleih sollen das touristische Angebot abrunden, neue Fußwege die Verbindung zum historischen Dorfkern herstellen.

Einen Zeitplan für weitere Förderanträge hat der Bezirk noch nicht erstellt. Zum offiziellen Abschluss des „Projekts Gatow“ ist für den 27. September eine Bürgerversammlung geplant. Informationen gibt es auch im Internet unter der Adresse www.projektgatow.de. du-

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