Berlin : Geburtstag der geteilten Stadt

Ein Diskussionsabend über die Berlin-Feiern von 1987

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Der 750. Geburtstag der Stadt Berlin wurde 1987 zweifach gefeiert, im Osten und im Westen. Nachdem Bemühungen des West-Berliner Senats um gemeinsame Feierlichkeiten gescheitert waren, organisierten beide Seiten separate Festlichkeiten. Deren Zweck bestand vor allem in der Selbstdarstellung des jeweiligen politischen Systems. Auf West-Berliner Seite organisierte der Senat Kulturereignisse in Serie, auf Ost-Berliner bemühte man sich konsequent um Abgrenzung und ließ ganze Stadtviertel wie das Nikolaiviertel neu erstehen.

Die Vorbereitungen des Jubiläumsjahres und die beiderseitigen Bemühungen sind Gegenstand eines Diskussionsabends, zu dem Martin Gutzeit, der Berliner Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen, am heutigen Montag einlädt. Dabei geht es auch um die Frage, inwieweit die Feiern 1987 die friedliche Revolution in der DDR vorangebracht haben. Nach einem Vortrag von Jens Schöne über die Organisation der Feiern 1987 wollen der Historiker Laurenz Demps, Privatdozent Siegfried Heimann, Andreas Nachama von der Stiftung Topographie des Terrors und der Bürgerrechtler Reinhard Schult diskutieren. Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt übernimmt die Moderation des Abends. Tsp

750 Jahre Berlin. Vortrag und Gespräch. Heute ab 19 Uhr, Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz in Mitte

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