Berlin : Gedenken an den letzten Mord der RAF

Berlin - Es war der letzte Mord, den die RAF begangen hat – und er ist bis heute ungesühnt: Am Ostermontag, dem 1. April 1991, wurde Detlev Karsten Rohwedder am Fenster im ersten Stock seines Düsseldorfer Wohnhauses im Stadtteil Niederkassel durch den ersten von drei Gewehrschüssen ermordet. Wer für seinen Tod genau verantwortlich ist, darüber schweigen überlebende Tatbeteiligte bis heute. Als erster Chef der Treuhandanstalt hatte Rohwedder sich viele Feinde gemacht – bei möglichen Investoren, weil sie die sozialverträglichen Pläne des SPD-Mitglieds zur Sanierung der Staatsbetriebe nicht mittragen wollten, und bei linksextremen Gruppen, die ihm einen Ausverkauf der DDR-Betriebe vorwarfen. Zehn Jahre nach dem Mord ergaben im Frühjahr 2001 neue Untersuchungsmethoden, dass eine Haarspur zweifelsfrei vom 1993 bei einem Schusswechsel getöteten RAF- Terroristen Wolfgang Grams stammte. Finanzminister Wolfgang Schäuble erinnert an diesem Freitag auf einer Gedenkveranstaltung an den Tod Rohwedders.Tsp

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