Gedenken an die Luftbrücke : Riesenjet donnert im Tiefflug über Tempelhof

Wenige Monate vor der geplanten Schließung des Flughafens gibt es am Sonntag über Tempelhof nochmals eine Premiere. Das größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A 380, wird kurz nach 14.30 Uhr im Tiefflug – in etwa 200 Meter Höhe – über Tempelhof hinwegfliegen.

ILA
Gebanntes ILA-Publikum. Auch am Samstag startete der riesige Airbus A 380. -Fotot. dpa

Damit soll nach Angaben von Airbus und der Flughafengesellschaft an den 60. Jahrestag der Luftbrücke erinnert werden. Die Erlaubnis zu diesem Tiefflug liege vor, sagte Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath gestern.

Die Maschine kommt von der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Schönefeld, die heute zu Ende geht. Dort wird die A 380 gegen 14.30 Uhr starten und bei ihrem Rückflug nach Toulouse über Tempelhof fliegen. Extrarunden über dem Flughafen seien nicht vorgesehen, sagte Schaffrath. Der Superairbus wird daher nur kurz am Himmel zu sehen sein.

Auf der ILA können die Besucher, die nach 14.30 Uhr kommen, die A 380 dann nicht mehr sehen. Wer das Riesenflugzeug noch am Boden oder beim Start beäugen will, muss vorher kommen. Besucher, die mit dem Auto zur ILA wollen, sollten aber entweder weit vor 10 Uhr oder erst um die Mittagszeit am Gelände eintreffen. Denn bisher gab es an den Publikumstagen in den Vormittagsstunden den größten Andrang und die längsten Wartezeiten vor den Ticketschaltern und Sicherheitskontrollen.

Zwar hat die Messeleitung nach dem Chaos am Freitagvormittag, als Besucher zwischen Parkplatz und ILA-Gelände zum Teil mehr als drei Stunden brauchten, die Zahl der Shuttlebusse deutlich erhöht. Vom Parkplatz, der von Berlin aus über die Autobahn A 117 zu erreichen ist, geht es nur mit Bussen weiter zum Ausstellungsgelände. Aber der Andrang war auch gestern dennoch wieder so hoch, dass die gegen 10 Uhr eingetroffenen Gäste wieder mehr als eine Stunde in den Schlangen vor den Abfahrtsstellen der Zubringerbusse und anschließend vor den Sicherheitskontrollen warten mussten. Gegen Mittag seien die Besucher nach ihrem Eintreffen auf dem Parkplatz meist in 20 Minuten auf dem Ausstellungsgelände gewesen, sagte eine ILA-Sprecherin.

Davor lag aber bis gegen 13 Uhr eine lange Anfahrt auf der Autobahn aus Richtung Süden. Der Stau vor der Ausfahrt zum Parkplatz „Nordbahn“ zog sich über das Schönefelder Kreuz bis vor die Ausfahrt Mittenwalde und damit über rund 15 Kilometer Länge hin. Auch auf dem südlichen Ring aus Westen und Osten kam es zu zähfließendem Verkehr.

Ohne großen Stress erfolgt die Anfahrt mit dem Zug. Jede halbe Stunde verkehrt vom Bahnhof Berlin-Lichtenberg ab 9:11 Uhr ein Sonderzug. Gratisbusse bringen die Besucher auch vom Bahnhof Schönefeld, vom U-Bahnhof Rudow sowie von den S-Bahnhöfen Altglienicke und Grünau zum ILA-Gelände. kt/Ste.

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