Berlin : Gedenkstätte will mehr Geld

Hohenschönhausen: Mehr Besucher, aber höhere Kosten

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Die Gedenkstätte Hohenschönhausen und der Senat streiten weiter über die Unterstützung für das frühere StasiGefängnis. Die Senatsverwaltung für Kultur gab bekannt, dass Berlin die Gedenkstätte wie im Vorjahr mit 520 000 Euro bezuschussen wird. Dazu kämen 504 000 Euro vom Bund. Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte, hält das für zu wenig: „Die Besucherzahl hat sich innerhalb von drei Jahren fast verdoppelt. Dadurch sind die Ausgaben, etwa für Honorarkräfte, gestiegen.“ Angesichts des knappen Etats bedauert Hubertus Knabe zudem, dass Sanierungen nicht durchgeführt würden, obwohl der Bund dafür Mittel bereitstellt. 2003 sei geplant gewesen, die Heizung zu modernisieren. Das hätte laufende Kosten von jährlich 12 000 Euro gespart. „Aber die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat die Gelder verfallen lassen.“

In der Pressestelle von Senator Peter Strieder (SPD) konnte man sich gestern nicht zu dem Vorwurf äußern: „Das müssen wir erst prüfen.“ Ein Sprecher von Senator Thomas Flierl (PDS) sagte auf Anfrage, in Zeiten wie diesen sei es schon ein Erfolg, wenn Zuwendungen nicht gekürzt würden. eck

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