Berlin : Gedenktafel am Kaiserdamm 28 zu Ehren Döblins eingeweiht

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In Anweseheit seines Sohnes Claude wurde am Haus „Kaiserdamm 28“ in Charlottenburg eine Gedenktafel zur Ehren des Arztes und Schriftstellers Alfred Döblin eingeweiht. Döblin wohnte dort von 1930 bis 1933, bevor er am Tag nach dem Reichstagsbrand aus Deutschland floh. Die Bemühungen, eine Tafel zum Andenken Döblins an sein letztes Berliner Wohnhaus anzubringen begannen vor drei Jahren. Gerda Traunter, die mit ihrem Mann Thomas das Haus am Kaiserdamm besitzt, fand ihre Anschrift unter dem NAmen „Döblin“ im Facsimile des Adressbuches Paul Hindemiths. Daraufhin schrieb sie mehrere Behörden an, um die Anbringung einer Gedenktafel einzuleiten. Als sie vor einem Jahr das Interview mit Claude Döblin im Tagesspiegel sah, setzte sie sich mit der Journalistin in Verbindung, die ihr zum direkten Kontakt mit dem Sohn des Schriftstellers verhalf. Claude Döblin, heute 86 Jahre alt, freut sich über eine weitere Erinnerung an seinen Vater. Die Kritik über die Abwesenheit von Denkmälern zum Ehren seines Vaters, die Döblin damals gegenüber dem Tagesspiegel äußerte, hat sich die Stadt sehr zu Herzen genommen: Zwei Straßen, ein Platz und eine Bibliothek tragen heute seinen Namen, und vor dem ehemaligen Haus in der Frankfurter Allee, auf dessen Trümmern nach dem Krieg ein Kino erbaut wurde, steht ein Büste des Schriftstellers. Über die DöblinZitate an einem Hochhaus am Alexanderplatz wurde er sogar als erster informiert - als Nachlassverwalter hat er die Rechte am Werk seines Vaters. cof

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