Berlin : Geduldete Hauptstadt? Reuter schreibt über das neue Berlin

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Wenn Deutschland im 19. Jahrhundert eine verspätete Nation war, dann ist das Berlin des jungen 21. Jahrhunderts eine verspätete Hauptstadt. Alles ist schon verteilt in Deutschland und Europa, Platz machen für die Ansprüche Berlins wird keiner freiwillig. Berlins einzige Chance, von der geduldeten, formellen zur akzeptierten Hauptstadt zu werden, ist die Einzigartigkeit. Welche Einzigartigkeit? Was ist so einmalig in dieser Stadt, dass man uns darum beneiden würde, hier zu leben?

Das ist die Herausforderung, vor der Berlin steht. Wir müssen uns Ziele definieren. Parteiübergreifend haben sich bekannte Berliner zusammen gefunden und erste Konzepte entwickelt. Sie haben aufgeschrieben, womit die Stadt wuchern kann – und sie zeigen Defizite auf. Der Tagesspiegel stellt die Entwürfe vor. Zu den Autoren gehören der frühere DaimlerBenz-Chef Edzard Reuter und der Deutschlandpolitiker Egon Bahr, der Theologe Richard Schröder und der frühere Senator Volker Hassemer, Akademiepräsident Dieter Simon und Dieter Grimm, Rektor des Wissenschaftskollegs. Zur Diskussion der Thesen lädt der Tagesspiegel ein. Tsp

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