Berlin : Gefährliche Mutprobe im Gleisbett

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Am Sonnabend hat sich ein Jugendlicher in Hohenschönhausen für eine Mutprobe auf die Gleise gelegt und von einem Zug überrollen lassen – er überlebte diese waghalsige Aktion und flüchtete mit drei weiteren Jugendlichen. Diese hatten alles gefilmt. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr.

Der Vorfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr und wurde von dem Triebfahrzeugführer eines Regionalzuges beobachtet. Er war aus dem uckermärkischen Templin nach Berlin unterwegs und sah, wie auf der Strecke zwischen Karow und Hohenschönhausen ein Jugendlicher aus dem Gebüsch sprang und sich ins Gleisbett legte. „Obwohl der Lokführer sofort bremste, rollte der Zug der Länge nach über den Jugendlichen hinweg“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Danach sprang der junge Mann offenbar unverletzt auf und flüchtete mit seinen Begleitern. Diese hatten die Szene mit einem Camcorder aufgezeichnet. „Der Junge hatte Glück. Bei einer anderen Bauart des Zuges hätte er keine Überlebenschance gehabt“, sagte ein Sprecher. Da sei der Abstand zwischen den Wagen und dem Gleisbett minimal. Eine weitere tödliche Gefahr: Die Sogwirkung des Zuges sei oft so stark, dass man mitgerissen werde.

Zurzeit wertet die Bundespolizei noch Zeugenaussagen aus. Wird der Jugendliche ausfindig gemacht, muss er mit einer Strafe von bis zu fünf Jahren Haft oder mit einer Geldstrafe rechnen. „Dies war ein Einzelfall“, hieß es bei der Bundespolizei. tabu

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