• Gefängnis für Missbrauch eines Kindes 43-Jähriger hatte seine Stieftochter geschwängert

Berlin : Gefängnis für Missbrauch eines Kindes 43-Jähriger hatte seine Stieftochter geschwängert

Die Mutter des Mädchens war zur Entbindung im Krankenhaus, als die Übergriffe begannen: Der 43-jährige Torsten B. missbrauchte die damals zehnjährigen Tochter seiner Lebensgefährtin zum ersten Mal. Die Zeit der sexuellen Übergriffe währte eineinhalb Jahre und führte zu einer Schwangerschaft. Bei der Abtreibung im Februar 2006 kam der Fall durch eine Anzeige der Ärzte ans Licht. Gestern verhängte das Landgericht eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und zehn Monaten gegen den Mann.

Der Vorsitzende Richter sprach von einem Verfall der Sitten und Moral, zu dem es bei Torsten B. durch einen jahrelangen Alkoholmissbrauch gekommen sei. Pädophile Neigungen würden nicht vorliegen, hieß es im Urteil. Anfangs habe der Angeklagte eine Gelegenheit aus Neugier ausgenutzt, später sich mangels einer erwachsenen Sexualpartnerin an dem Mädchen vergangen. Von insgesamt 38 Übergriffen ging das Gericht aus.

Torsten B., ein seit Jahren arbeitsloser Mann, hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt und dem Mädchen damit eine Aussage im Prozess erspart. Das rechneten ihm die Richter strafmildernd an. Inzwischen soll er den Kontakt zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin und den Kindern abgebrochen haben. Als der Prozess begann, standen der Angeklagte, seine Ex-Freundin und sein Opfer auf dem Gerichtsflur beisammen, redeten und lachten. Die 32-jährige Mutter sagte später, ihre Tochter habe „alles gut verkraftet“. Ihr sei damals auch nichts an ihrer Tochter aufgefallen. Der Angeklagte hatte von einer „Beziehung“ gesprochen, die er mit dem Mädchen hatte. Die Schülerin blieb Jungfrau. Die Schwangerschaft entstand durch Berührung mit Sperma. Dass so etwas möglich ist, habe Torsten B. nicht gewusst, erklärte der Verteidiger. K. G.

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