Gefängnis Tegel : Justizsenatorin besucht verletzten Beamten

Am Mittwoch hat ein Häftling der JVA Tegel auf mehrere Beschäftigte eingeprügelt. Justizsenatorin Gisela von der Aue besuchte stellvertretend einen der Verletzten im Krankenhaus.

Berlin - Sie sprach dem Beamten stellvertretend für die anderen Opfer ihr tiefes Mitgefühl aus, wie eine Sprecherin der Verwaltung mitteilte. Insgesamt waren bei dem Vorfall am Mittwoch fünf Beschäftigte der JVA verletzt worden. Vier von ihnen seien bereits wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden, fügte die Sprecherin hinzu.

Ein wegen Vergewaltigung verurteilter 42-Jähriger war am Dienstag in dem Gefängnis den Angaben zufolge durch lautstarkes Randalieren auffällig geworden. Der Serbe habe gedroht, sich selbst zu verletzen und sei sehr aggressiv sich selbst und anderen gegenüber gewesen. Der Mann war auch durch den Vollzugsdienstleiter nicht zu beruhigen, hieß es weiter. Daraufhin sei er in einen besonders gesicherten Haftraum verlegt und dort fixiert worden. Als die Fixierung am Mittwoch gelöst werden sollte, sei es dem Mann gelungen, einem Beamten dessen Schlüsselbund zu entwinden. Damit habe er auf mehrere Beschäftigte eingeschlagen. Die weiteren Umstände des Vorfalls werden der Justizverwaltung zufolge noch untersucht.

Die Senatorin sagte, die Beamten und Angestellten im Berliner Vollzugsdienst leisteten hervorragende Arbeit. Der Vorfall zeige, dass die Tätigkeit eines Justizvollzugsbeamten eine große Herausforderung ist, "die wir nicht genug schätzen können". (tso/ddp)

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