Berlin : Gegen- darstellung

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Im Tagesspiegel vom 8.6.2006, verbreiten Sie in einer Teilauflage auf S. 10 unter der Überschrift „Nachgetreten Pädago gin äußert Verständnis für prügelnde Leh rer“ bzw. in einer anderen Teilauflage auf S. 13 „Prügel-Schüler: Aufregung um Pädagogin im Interview Verständnis für Täter geäußert“ über mich ein unvollständiges und damit sinnentstelltes Zitat:

Sie schreiben, ich hätte in einem Zeitungsinterview im Zusammenhang mit dem 12-Jährigen, der eine Lehrerin geschlagen hat, geäußert, ich kenne einen Jungen, der ins Krankenhaus musste, nachdem sein Lehrer ihn angegriffen habe, und zitieren mich wie folgt: „Nun sagen manche: Endlich wehrt sich mal ein Kind.“

Diese meine Äußerung stand im Zusammenhang mit der Frage, wie der Zwölfjährige mit dem Schulausschluß umgeht. Ich habe dazu mitgeteilt, dass er von anderen Jugendlichen als Held gefeiert wird, weil er eine Autoritätsperson geschlagen hat und dazu erklärt, dass die Jugendlichen es gut finden, dass er auf Titelblättern von Zeitungen erscheint. Auf die Frage, ob denn die niedergeschlagene Lehrerin ein Feindbild verkörpert, habe ich gesagt: Nein, sie ist im Gegenteil hier bekannt und beliebt, weil sie sehr engagiert ist. Hinter der Reaktion steckt der Frust über Schule und Lehrer, den viele hier haben. Sie sind immer nur mit Beschwerden konfrontiert. Es gibt Lehrer, die nicht in der Lage und auch gar nicht bereit sind, mit den Eltern zu kommunizieren.“ Daran schloß sich das Zitat an.

Berlin, den 15.6.2006

RA Johannes Eisenberg für Fatma C elik

Frau Celik hat recht.

Die Redaktion

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