Berlin : Gegendarstellung

In DER TAGESSPIEGEL vom 25.03. 2009 wurde auf Seite 15 ein Artikel unter der Überschrift: „Finanzaffäre erschüttert Arbeiterwohlfahrt“ veröffentlicht.

1. Hierin wird über den AWO Bezirksverband Potsdam e.V. berichtet:

„Der Bezirksverband Potsdam (...) ist nun aus der gemeinnützigen Wohlfahrtsorganisation im Land ausgetreten. (...) Tatsächlich geht es wohl um die zuvor von der Awo-Landesspitze geforderte Transparenz. (...) Grund des Misstrauens des Landesverbandes sind bekannt gewordene Zahlungen an ehrenamtliche Vorständler im Havelland. Diese sollen rund 20.000 € Aufwandsentschädigung kassiert haben.“

Hierzu stellen wir fest:

Die Zahlungen an ehrenamtliche Vorstandsmitglieder im Havelland sind nicht durch den AWO-Bezirksverband Potsdam e.V., sondern den AWO-Kreisverband Havelland e.V. erfolgt. Beide Verbände agieren rechtlich und wirtschaftlich unabhängig voneinander.

2. Über die Tätigkeit des Unternehmensberaters Andreas Montag für den AWO-Bezirksverband Potsdam e.V. heißt es:

„Als Beiratschef mehrerer Awo-Töchter vertritt er nach eigenen Angaben ’Gesellschafterrechte’. Das heißt auch, er kann Geschäftsführer bestellen oder feuern.“.

Hierzu stellen wir fest:

Der hierdurch erweckte Eindruck, Andreas Montag könne als Beiratsmitglied mehrerer Töchter des AWO-Bezirksverbands Potsdam e.V. allein über die Bestellung oder Abberufung von Geschäftsführern entscheiden, ist sachlich unzutreffend. Tatsächlich sind die Beiräte jeweils mit zwei weiteren Mitgliedern besetzt, die Andreas Montag überstimmen können.

3. Außerdem heißt es unter der Überschrift: „Millionen auf dem Konto“:

„Die Potsdamer Awo, die in den 90er Jahren noch vor der Insolvenz stand, ist heute ein gesundes Wirtschaftsunternehmen. (...) Das Anlagevermögen (...) liegt nach eigenen Angaben bei 74,5 Millionen Euro (Stand 2007). Das sofort zur Verfügung stehende Kapital beträgt 6,9 Millionen.“.

Der hierdurch erweckte Eindruck, der AWO-Bezirksverband Potsdam e.V. habe auf einem oder mehreren Konten ein verfügbares Kapital von 6,9 Millionen Euro, ist unzutreffend. Die 6,9 Millionen Euro waren Ende 2007 das in der Bilanz ausgewiesene positive Eigenkapital, das über 95 Prozent im Anlagevermögen gebunden war.

„Die Arbeit von Wohlfahrtsverbänden wie der Awo Potsdam wird neben (...) Mitgliedsbeiträgen vor allem aus staatlichen Mitteln finanziert.“.

Hierzu stellen wir fest:

Der AWO-Bezirksverband Potsdam e.V. erhält keine Mitgliedsbeiträge und lediglich 5 Prozent seines Jahresumsatzes aus staatlichen Mitteln.

Potsdam, den 02.04.2009

AWO-Bezirksverband Potsdam e.V.,

vertreten durch die stellvertretende

Vorsitzende Sieglinde Asmus

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