Berlin : Gegendarstellung

-

Im Tagesspiegel vom 23. Januar 2003 verbreiten Sie unter der Überschrift Neue Ermittlungen gegen PolizeiChefs über mich eine unzutreffende Darstellung.

Im Zusammenhang mit der Darstellung, dass gegen mich wegen Vorteilsnahme ermittelt wird, und der Mitteilung, dass nach Ansicht meines Anwaltes „die Vorwürfe gegen seinen Mandanten ,nicht tatbestandsmäßig‘“ sind, da die Dolmetscher die Leihgeräte „für ihre Vertragserfüllung“ benötigten und „offensichtlich ist, dass die Senatsinnenverwaltung Bescheid wusste“, beschreiben Sie die Vorwürfe wie folgt: „Hintergrund des Ganzen ist eine Korruptionsaffäre bei der Drogenfahndung. Der Übersetzer Kemal E. soll den Beamten seit 1995 eine größere Anzahl Computer gesponsert und dafür Übersetzungsaufträge bekommen haben. Er soll außerdem üppige Spesenrechnungen eingereicht haben, die anstandslos abgezeichnet wurden. Dafür wiederum lud er die Beamten zu Reisen … ein.“

Dazu stelle ich klar: Die Ermittlungen wegen „fremdnütziger Vorteilsnahme“ gegen mich haben allein zum Gegenstand, dass das Land Berlin Leihverträge mit Dolmetschern geschlossen hat, nach denen die Dolmetscher dem Land Berlin Computer geliehen haben, auf denen die Datenmengen der von den Dolmetschern übersetzten Telefonüberwachung von Dolmetschern und Beamten gemeinsam verarbeitet wurden. Vorwürfe im Zusammenhang mit Spesenrechnungen, Reisen usw. werden mir nicht gemacht.

Berlin, den 25. 1. 2003

RA Johannes Eisenberg für

Hagen Saberschinsky , Polizeipräsident a.D.

Saberschinsky hat Recht. Die Redaktion.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben