Geheime Dokumente verloren : Stararchitekt vergisst iPad im Taxi

Der Architekt Stephan Braunfels hat Anzeige gegen Taxiunternehmer wegen "unterlassener Hilfestellung" erstattet. Er hatte sein iPad mit "geheimen Dokumenten" und Plänen auf der Rückbank des Autos vergessen. Auch eine Belohnung gibt es für den Finder.

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In fremden Händen. Stararchitekt Braunfels vergaß sein iPad im Taxi und zeigt nun das Unternehmen an.
In fremden Händen. Stararchitekt Braunfels vergaß sein iPad im Taxi und zeigt nun das Unternehmen an.Foto: dapd

1000 Euro für ein iPad? Ich bin doch nicht blöd! Das gibt es im Elektromarkt des Vertrauens für die Hälfte des Geldes. Nicht aber dieses Einzelstück von Stephan Braunfels, das er zuletzt „am Freitagabend um 17.45 Uhr“ auf dem Rücksitz der Taxe „mit der Konzessionsnummer 853“ sah – wisch und weg war es! 1000 Euro zahlt der Architekt von Parlamentsbauten in Berlin und Kongress-Zentren in China dem Finder – wegen der vielen „geheimen Dokumenten und wichtigen Planungen und Entwürfen für Berlin“, die das iPad enthält.

Stararchitekt Stephan Braunfels ist in Berlin bekannt für seine Parlamentsbauten.
Stararchitekt Stephan Braunfels ist in Berlin bekannt für seine Parlamentsbauten.Foto: Heinrich / tsp

Gemessen am Marktpreis des technischen Geräts stehen die Chancen gut für ein Wiedersehen. Oder sollten die „geheimen Dokumente“ so viel Sprengkraft haben, dass sie ein baupolitisches Erdbeben auslöst, das die Spitze des Bundesbauministeriums zum Wackeln bringt? Schließlich will Braunfels am Donnerstag öffentlich machen, wie „das Berliner Schloss - viel schöner und 100 Mio. Euro billiger“ gebaut werden kann.

Steckt kriminelle Energie im Taxigewerbe?

Vielleicht unterschätzen wir aber auch die kriminelle Energie Berliner Droschkenkutscher aus dem früheren Wedding, die „auf der Quittung keine Telefonnummer (!)“ notieren, die von der Funkzentrale gedeckt werden, und nicht einmal im Telefonverzeichnis zu finden sind. Wie Braunfels weiter schreibt, kann „kein Peilsender das iPad mehr orten“, weil flugs die SIM–Karte herausgezogen worden war. Erst am nächsten Vormittag habe sich „dann endlich der Taxifahrer (oder ein Strohmann ) mit unterdrückter Nummer (!)“ gemeldet und gesagt, er habe kein iPad in seinem Taxi gefunden. „Unterlassene Hilfeleistung“, ja „Diebstahl“, vermutet Braunfels - und zeigte ihn an.

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