Berlin : Geld veruntreut: Bewährungsstrafe für Beamtin

Berlin - Die Beamtin stopfte im Dienst ihre privaten Finanzlöcher: Die 58-Jährige hatte von Oktober 2008 bis Juli 2009 im Bezirksamt Lichtenberg genau 18 807 Euro veruntreut. Tränenreich gestand sie das am Dienstag vor einem Amtsgericht. In ihrer Ehe habe es große Probleme gegeben. Ihr Mann sei dem Alkohol verfallen, habe dauernd Geld verlangt. „Ich war so verzweifelt“, sagte die Angeklagte. Sie habe sich aber gewundert, dass es „damals kein Kontrollsystem gab“. Gegen die vom Dienst suspendierte Beamtin ergingen wegen Untreue in 85 Fällen zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Stadtoberinspektorin war zuletzt im Bereich Grundsicherung tätig. Viele Akten von Hilfeempfängern gingen über ihren Tisch. Sie nutzte das, um ihre eigenen Schulden zu begleichen. Sie bezahlte Versicherungen, Strom, Gas oder auch Arztrechnungen. „Luxus aber habe ich mir nie gegönnt“, schluchzte die Frau aus Hellersdorf. Ihr Mann sei mit einem Eiscafé gescheitert und dann immer tiefer gerutscht. Auch durch den Kauf eines Hauses hätten sich Schulden angehäuft. In dieser Situation sei ihr der Gedanke gekommen, sich „Geld auszuleihen.“ Der Schaden sei inzwischen behoben. K.G.

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