Berlin : Geldbeutel und Klima schonen Berliner Agentur hilft

beim Energiesparen

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Plötzlich war es still in der Küche. Seit Jahren, wahrscheinlich Jahrzehnten – so sicher war sich Bernd Wagner da selbst nicht mehr – surrte dort der Kühlschrank. Jetzt war er kaputt und verstummt. Ein neuer musste her, „aber nicht irgendeiner“. Energiesparend sollte er sein, weil das für die Umwelt gut ist und den Geldbeutel auch. Wagner machte im Internet den „Kühlcheck“ und kaufte sich schließlich ein Gerät mit der „Energieeffizienz-Klasse A++“.

„Mit einem solchen Kühlschrank kann man bis zu 100 Euro im Jahr sparen“, sagt Tanja Loitz, Leiterin der Kampagne „Klima sucht Schutz“. Diese wird vom Bundesumweltministerium unterstützt und hat zum Ziel, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) privater Haushalte zu reduzieren. Helfen sollen dabei kostenlose Instrumente wie der Kühlcheck, der Heiz- und der Pumpencheck im Internet. Mit wenigen Eingaben lässt sich der Verbrauch berechnen, mit dem Kühlcheck ein Gerät ermitteln. Träger der Kampagne ist die gemeinnützige „co2online“ GmbH aus Berlin. „Unsere Angebote richten sich an den Endverbraucher“, sagt Loitz. „Wir wollen zeigen, wie jeder Einzelne Energie sparen und sich so unabhängiger von der gesamten Energiepreis-Entwicklung machen kann.“

Aus den anonymisierten Ergebnissen lasse sich auch hochrechnen, was durch „Klima sucht Schutz“ bislang an CO2 eingespart worden sei. Seit Gründung im Juli 2004 seien dies zwei Millionen Tonnen gewesen. Zum Vergleich: Der jährliche Ausstoß privater Haushalte in den Bereichen Heizen und Strom liegt in Deutschland bei 120 Millionen Tonnen. Die Hälfte davon sei wirtschaftlich vermeidbar, so Loitz. So seien Heizanlagen oft nicht ausreichend optimiert. Das sei nicht teuer, einsparen ließen sich aber bis zu 16 Prozent der Heizkosten. Sinnvoll sei auch eine moderne Heizungspumpe. Und ganz einfach: „Die Heizung ein Grad herunterdrehen, spart sechs Prozent Energiekosten. ddp

Mehr im Internet unter

www.co2online.de

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