Berlin : Gelöbnis am 20. Juli: Störer planen Aktion Polizei sperrt Straßen am Bendlerblock

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Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder und der holländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende werden heute Abend zu dem traditionellen Gelöbnis am Bendlerblock erwartet. 510 junge Rekruten werden ab 19 Uhr geloben, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen“ – und mindestens ebenso viele Demonstranten werden versuchen, zu stören. Wie die Militärgegner der Organisation „Gelöbnix“ gestern andeuteten, könne eine Störung auch aus der Luft erfolgen. Die Polizei hatte dazu jedoch keine Erkenntnisse, anders als in den Vorjahren gilt während der Zeremonie nicht einmal ein Flugverbot über dem Verteidigungsministerium. Straßen in der Umgebung werden dennoch gesperrt. Eintausend Polizisten und mehrere hundert Feldjäger sind im Einsatz.

Bundeswehr und Polizei gaben sich gestern sicher, dass es zu keinen wesentlichen Störungen kommen wird, denn die Sicherheitsvorkehrungen sind nach den peinlichen Pannen in den Vorjahren massiv verschärft worden. 1999 war es 30 Demonstranten gelungen, sich auf dem Appellplatz auszuziehen. 2001 hatten sich zwei junge Frauen in eine schwarze Limousine gesetzt und sich als Töchter des damaligen Verteidigungsministers Scharping ausgegeben. Feldjäger ließen die Frauen passieren, die keine Einladung und keine Papiere hatten. Die Frauen zündeten dann Feuerwerk.

Demonstranten müssen einen mehrere hundert Meter großen Sicherheitsabstand halten. Etwa ab 17 oder 18 Uhr werden das Reichpietschufer, Schöneberger Ufer und Tiergartenstraße gesperrt. Um 17 beginnt eine Demo am Bahnhof Friedrichstraße. (Seite 12). Ha

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