• Gelöbnis ist sicher – verspricht die Polizei Berliner Jusos protestieren beim ersten Besuch von Minister Struck

Berlin : Gelöbnis ist sicher – verspricht die Polizei Berliner Jusos protestieren beim ersten Besuch von Minister Struck

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Gewalttätige Störungen erwartet die Polizei heute nicht beim Gelöbnis – „intelligente und pfiffige Einzelaktionen“ seien dagegen sehr wohl vorstellbar. 900 Polizisten und einige hundert Soldaten sollen die Zeremonie sichern. „Nach normalem Ermessen kommt kein Fremder auf den Gelöbnisplatz“, sagte gestern der Einsatzleiter, Polizeidirektor Harald Kussack. Das jedoch war auch im Vorjahr prognostiziert worden.

Dennoch waren zwei Frauen, die sich als Töchter des damaligen Verteidigungsministers Scharping ausgegeben hatten, plötzlich in einer schwarzen Limousine vorgefahren und hatten sich an einen Zaun gekettetet. „Wir haben dazugelernt“, sagte Kussack, „die Militärgegner jedoch auch.“ Auf beiden Seiten seien die Vorbereitungen perfektioniert worden, sagte Kussack. Um 15 Uhr soll am Bahnhof Friedrichstraße eine Demonstration beginnen, die bis zur Hitzigallee führt. Die Abschlusskundgebung muss einige hundert Meter von der Zeremonie entfernt stattfinden. Eine weitere Protestaktion ist vor der Neuen Nationalgalerie geplant. Wie in den Vorjahren ist der Appellplatz neben dem Bendlerblock weiträumig abgesperrt – damit es auch nicht zu akustischen Belästigungen kommen kann.

Bei seinem ersten Termin muss sich heute Scharpings Nachfolger Peter Struck mit Gelöbnis-Gegnern aus dem eigenen politischen Lager auseinandersetzen: Auch die Berliner Jusos rufen zu Protesten auf. Ha/weso

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