Berlin : Gelöbnis-Störung: "Töchter Scharpings" im Visier

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Der Staatsschutz ermittelt gegen die beiden jungen Frauen, die sich beim Rekrutengelöbnis vom 20. Juli an den Zaun des Appellplatz am Bendlerblock gekettet haben. Von Amts wegen hat die Polizei Anzeigen geschrieben wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Beleidigung. Die 21-Jährige aus Lichtenberg und die 25-Jährige aus Prenzlauer Berg hatten bei ihrer Festnahme durch Feldjäger "Bundeswehr ist scheiße" gerufen" - in Gegenwart von Soldaten ist das eine Beleidigung. Nach Informationen des Tagesspiegels stellte die Bundeswehr selbst keine Anzeige gegen die beiden Frauen, sondern ist erstaunt über das "forsche Vorgehen" der Polizei. Wie berichtet, hatten sich die beiden Frauen am Freitag als Töchter von Verteidigungsminister Scharping ausgegeben und sich in einer gemieteten Luxuslimousine durch alle Sperren geschmuggelt. Scharping selbst sah den Zwischenfall mit Humor. Er habe herzlich gelacht, als ihm der Vorfall mit seinen beiden "Töchtern" später geschildert wurde, berichtete ein Offizier. Er habe sogar "Respekt vor dem Erfindungsreichtum" geäußert. Die drei wirklichen Töchter Scharpings hatten an dem Gelöbnis nicht teilgenommen.

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