Gemeinsame Sache in Reinickendorf 2015 : Reinickendorf: Multikulti packt an

Anwohner und Nachbarn von gleich neun Siedlungen der Gewobag helfen mit, ihre Umgebung schöner zu machen.

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Im Frühjahr soll der Kiez im bunten Blütenmeer erstrahlen. dpa
Im Frühjahr soll der Kiez im bunten Blütenmeer erstrahlen.Foto: dpa

Das Quartier Quäkerstraße ist ein bunter Kiez. Rund 1750 Wohneinheiten sind hier in den 60er Jahren gebaut worden. Dazu ein Einkaufszentrum mit Supermarkt, Friseur, Blumenladen, Backshop mit Postfiliale sowie kroatischem Restaurant. Gleich daneben die 1969 nach Plänen von Peter Poelzig fertiggestellte, futuristisch wirkende Albert-Schweitzer-Kirche mit ihrem röhrenartigen Dach aus kupferbedeckten Schalen. Mehr als 3000 Menschen leben hier zwischen Stadtautobahn, Zobeltitz- und Wittestraße. Deutsche, Araber, Polen, Russen und Türken, darunter viele Familien mit zwei und mehr Kindern, aber auch Rentner.

„Wir sind hier Multikulti“, sagt Heike Strehlau. Die Chemielaborantin ist nicht nur Gesamtelternvertreterin der nahen Reineke-Fuchs-Grundschule, sondern hat auch den Vorsitz von deren Förderverein übernommen. Seit 2012 fungiert die Mutter von neun und elf Jahre alten Jungen auch als Vorsitzende des vierköpfigen Mieterbeirates.

Gemeinsam für einen schönen Kiez

„Ich dachte, hier kann man viel für das Miteinander tun“, sagt Heike Strehlau. Sie und ihre Mitstreiter organisierten das erste Nachbarschaftsfest, seitdem eine jährliche Institution. Und 2013 gab es die erste Kiezputzaktion. „Wichtig war, dass andere das gesehen haben“, sagt die Reinickendorferin.

Gemeinsam für einen schönen Kiez, dieses Motto hat sich die Gewobag auf die Fahnen geschrieben. Ziel der Wohnungsbaugesellschaft mit rund 70 000 Wohnungen in Berlin ist es, die Mieter zum Engagement für ihr Umfeld zu animieren, mit einer Vielzahl von Veranstaltungen rund um die Themen Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit. Die Verbesserung der Wohnqualität ist ebenso das Ziel wie die Stärkung der Verbundenheit der Menschen mit ihren Quartieren.

Blumen pflanzen für das Frühjahr

In diesem Jahr werden im Quartier Quäkerstraße das Nachbarschaftsfest und die Kiezverschönerung zusammengelegt. Zentrum der Aktivitäten wird der im Schatten von Birken, Kiefern und Platanen gelegene „Große Zobeltitz-Spielplatz“. Dort wird es zwischen 11 und 17 Uhr eine Hüpfburg und weitere Aktivitäten für die Kinder sowie Kaffee und Kuchen, Brötchen und Grillwurst für die Erwachsenen geben.

Zwischendurch sind die Besucher aufgerufen, auf den Grünflächen, die es reichlich zwischen den kürzlich grundsanierten Mietshäusern gibt, Blumenzwiebeln von Frühblühern wie Krokussen zu pflanzen, damit der Kiez im Frühjahr im bunten Blütenmeer erstrahlt.

Dazu sind nicht viele Erklärungen nötig, so lassen sich Sprachbarrieren zwischen den Nachbarn unterschiedlicher Herkunft überwinden, sagt Heike Strehlau, die mit Gewobag-Kiezkoordinatorin Renate Nowak-Janshen voll in den Vorbereitungen steckt. Insbesondere sollen die Kinder eingebunden werden, denn die Erwachsenen von morgen sollen ein Herz für ihren Kiez entwickeln.

Weitere Gewobag-Aktionen:

Im Falkenhagener Feld-West (Spandau) werden am 18.9. von 18–19.30 Uhr Hundekotbeutel und Blumenzwiebeln verteilt, danach trifft man sich zum Imbiss. Treffpunkt: Kiezstube am Kraepelinweg 13.

In der Siedlung Heerstraße Nord gibt es am 18.9. von 15–17 Uhr eine Pflanzaktion im Gemeinschaftsgarten. Treffpunkt: Blasewitzer Ring 32.

Im Quartier Tegel-Süd treffen sich Anwohner am 19.9. von 11–13 Uhr am Emstaler Platz zum Blumenpflanzen und Müllsammeln.

Am 12.9. werden im Kreuzberger Quartier Wassertorplatz von 14.30–16.30 Uhr Blumenzwiebeln und Hundekotbeutel verteilt. Treff: Kiezstube am Kastanienplatz, Bergfriedstr. 24.

Charlottenburger Opernviertel: Am 15.9. wird von 17–19 Uhr im Hof Krumme-/Zillestraße gepflanzt und gegrillt.

Im Spandauer Ortsteil Haselhorst findet am 16.9. von 16.30–18.30 Uhr eine Pflanzaktion statt. Treffpunkt: Gemeinwesenverein Haselhorst, Burscheider Weg 21.

Blumenzwiebeln und Hundekotbeutel werden am 16.9. von 16 –18 Uhr im Quartier Rathausstraße in Mariendorf verteilt. Treffpunkt: Hausmeisterbüro Rathausstraße 31.

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