Berlin : Gendarmenmarkt im Feuerglanz

ZDF-Gala im Berliner Konzerthaus

Juris Lempfert

Als Freitagabend um 22.15 Uhr die Live-Sendung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt beginnt, lehnen sich drei Herren in der ersten Reihe für einen Moment entspannt auf ihren Stühlen zurück, einer schließt kurz die Augen. Moderatorin Nina Ruge eröffnet die „Eurovisionsgala“ des ZDF zur Erweiterung der Europäischen Union – und für die beiden Organisatoren und einen Ehrengast geht ein anstrengender Tag zu Ende. ZDF-Intendant Markus Schächter hatte über Wochen persönlich die Vorbereitungen zu der Show begleitet, die aus Berlin und Warschau gesendet wurde. Freitagmorgen war Schächter noch zum Frühstück mit Kollegen nach Warschau gereist, mittags zu einem Meeting nach Bonn und abends dann nach Berlin. Ähnlich ging es Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, der für die 800 geladenen Zuschauer und Gäste der Sendung vorab einen Empfang in den Telekom-Räumen in der Französischen Straße organisierte. Auch bei ihm jagte ein Termin den nächsten. Wichtigster Mann des Abends war EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen. Für ihn geht mit der Aufnahme der neuen Länder ein „Traum in Erfüllung“. Auch er hatte bis zuletzt Stress: Morgens Frühstück in Warschau mit dem polnischen Außenminister, danach Interviews, Mittagessen mit dem polnischen Präsidenten. Der lieh Verheugen danach zum Glück kurzerhand sein Dienstflugzeug – so war Verheugen abends pünktlich zur Sendung in Berlin. Unter den 800 geladenen Gästen am Freitagabend im Konzerthaus, das von Lichtkünstler Gerd Hof in Szene gesetzt wurde, war zwar viel Prominenz wie Schauspieler Klaus-Maria Brandauer, Designerin Vivienne Westwood, FDP-Politiker Klaus Kinkel, der frühere Schweizer Botschafter Thomas Borer mit seiner Frau Shawne Borer-Fielding. Dennoch blieben einige Reihen im Saal frei.

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