Geplanter Kiffer-Protest im Görlitzer Park : Facebook sperrt Kiff-In-Veranstalter

Sie wollen gegen die "drogenfreie Zone" ankiffen - mehr als 3.000 Menschen hatten sich auf Facebook zum Gras rauchen aus Protest verabredet. Jetzt wurde der Veranstalter offenbar gesperrt - doch die Aktion dürfte das nicht bremsen.

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Facebook sperrt Kiff-In-Veranstalter.
Facebook sperrt Kiff-In-Veranstalter.Foto: dpa

"This content is currently unavailable" - die geplante Kiff-In-Veranstaltung im Görlitzer Park am 1. April ist bei Facebook nicht mehr zu finden. Offenbar wurde der Nutzer "Django Reinhardt", der die Veranstaltung in dem Sozialen Netzwerk erstellt hatte, von Facebook gesperrt, damit verschwand auch das Event mit mehr als 3.000 angemeldeten Teilnehmern. So zumindest die Darstellung auf der Seite des neuen Facebook-Events "Großes Solidaritäts-Kiff-In im Görlitzer Park". Diese Facebook-Veranstaltung ist wohl die Nachfolgerin des ursprünglichen Events und hat jetzt schon weit mehr als 1.000 Teilnehmer.

Wie berichtet, wollen sich am 1. April zahlreiche Menschen im Görlitzer Park treffen, um gegen die vom Senat ab dem 31. März dort verhängte "drogenfreie Zone" anzukiffen. Ab Ende März soll in dem Park ebenso wie in Schulen Null Toleranz gelten. Jeder Drogenbesitz wird dann verfolgt und bestraft. Bisher darf man in ganz Berlin zehn bis maximal 15 Gramm Marihuana straffrei besitzen.

Auf wessen Betreiben hin die Facebook-Veranstaltung jetzt entfernt wurde, ist unklar. Sicher scheint allerdings, dass das simple Löschen des Events das "Kiff-In" an sich wird kaum verhindern können.

Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, I: Mit einem "Haschtag" wollen am 1. April offenbar mehr als 3.000 Leute im Görlitzer Park bei einem "Kiff-in" gegen die Drogenpolitik des Senats protestieren. Für Flüchtlinge treten sie auch ein. Asylaktivisten hatten die Idee. Mehr lesen Sie unter diesem Tagesspiegel-Link.

Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, II.: Schließt den Görlitzer Park nachts ab! Der SPD-Politiker Volker Härtig fordert, den Görlitzer Park von Mitternacht bis sechs Uhr morgens zu schließen. Damit auch Drogendealer keinen Platz mehr haben. Die Kreuzberger CDU ist begeistert, der Bezirk setzt eher auf Sozialarbeit. Den Bericht finden Sie unter diesem Tagesspiegel-Link.

Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, III.: Baut endlich den Görlitzer Park radikal um! Die Dealer sind nicht an allem schuld, was im Görlitzer Park schief läuft, sagen die Landschaftsarchitekten vom Büro Loidl. Dem Park fehle es an "Inszenierungen". Naturschützer sorgen sich unterdessen um die Nachtigallen.

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