Berlin : Geschäftsleben: "Saisonal Abhängige Depressionen"

hema

Männer macht sie aggressiv und weckt Fluchtreflexe. Frauen reagieren auf sie mit dem so genannten Totstellreflex, plötzlichem Heißhunger auf Süßes, ständiger Müdigkeit und Niedergeschlagenheit. Schuld ist die "SAD", wie Mediziner "Saisonal Abhängige Depressionen" kurz nennen. Lichtmangel löst diese persönliche Befindlichkeit aus, die alljährlich im Winterhalbjahr Therapiezentren und Arztpraxen füllen hilft. Immerhin etwa 60 Prozent der Bevölkerung soll darunter leiden, dass man in hiesigen Breitengraden monatelang mit Tageslichtwerten von etwa 1500 Lux auskommen muss, in geschlossenen Räumen oft sogar nur mit 500 Lux. Nach medizinischen Erkenntnissen benötigt der Mensch aber 2500 Lux, so heißt die Maßeinheit für Beleuchtungsstärke. Für 389 Mark und 21 Pfennig kann jetzt jeder seiner Krankenkasse Geld sparen helfen und die Winterdepression mit "Bright Light energy" im Keime ersticken. Entwickelt wurde die Wunderlampe bei Philips, das seinen Angriff auf die Winterdepression im KaDeWe startete. "Philips bringt einen Lichtstreifen für diese trübe Zeit", sagte mit charmant-dänischem Akzent Geschäftsführer Poul Lindemann Møller zur Präsentation des Gerätes, das den saisonalen Lichtmangel ausgleicht. Das tägliche Lichtbad von 30 Minuten bis zu 2 Stunden kann man sogar im Büro nehmen, empfahl Siegfried Kasper die Speziallampe. Selbst braucht der Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Wien das Lichtbad nicht - trotz Jetlag vom Tokioflug war er im KaDeWe bester Laune. Gute Laune soll auch das neueste Philips-Produkt machen und sogar mehr Lust auf Sex - als Weihnachtsgeschenk also ein Tip für helle Köpfe.

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