GESCHICHTE AUF DVD : Ein Riesengeschäft zwischen Bonn und Ost-Berlin

EINE LETZTE HOFFNUNG



Von den 180 000 politischen Häftlingen in der DDR kaufte die Bundesregierung zwischen 1963 und 1989 genau 33 755 frei. Die Listen stellten die Unterhändler zusammen, DDR-Anwalt Wolfgang Vogel verhandelte die Details, zahlreiche Fälle entschieden Staats- und Parteichef Erich Honecker oder Stasi-Chef Mielke. Am Ende hatte die DDR 3,4 Milliarden DM eingenommen, auch in Form von Bananen und Apfelsinen, Tabak, Kaffee, Erdöl oder Stahl, zuletzt lag der Durchschnittspreis pro Häftling bei 90 000 DM. Die jetzt auf DVD erhältliche Doppelsendung des RBB vom 30. August und 6. September 2004 zeichnet den Freikauf nach, unter den Interviewten sind der Anwalt Wolfgang Vogel, sein Bonner Gegenspieler Ludwig Rehlinger, Vertreter der USA und der Sowjetunion – und zahlreiche Ex-Häftlinge.



DIE EDITION

Die hier vorgestellte DVD ist Teil der zwölfteiligen Edition „Die Berliner Mauer“. Der RBB veröffentlicht in Kooperation mit dem Tagesspiegel in den Monaten bis zum Mauerfall-Jubiläum je eine DVD mit historischen Fernsehsendungen. Die Käufer können sich so ihr eigenes TV-Archiv zu Bau, Alltag und Fall der Mauer zusammenstellen. Bevor die DVDs in den Handel kommen, gibt es sie drei Wochen lang exklusiv im RBB-Shop (Kaiserdamm 80–81 in Charlottenburg oder unter www.rbb-onlineshop.de ) und im Tagesspiegel-Shop (Potsdamer Str. 77 in Tiergarten oder www.tagesspiegel.de/shop ) zum Einzelpreis von 14,99 Euro.

DAS NÄCHSTE THEMA

Die nächste DVD erscheint am 8. Mai. Thema ist Ost-Berlin in den Jahren vor dem Mauerfall, das Lebensgefühl dort und die baulichen Veränderungen. ac/Lo.

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