• GESCHICHTE DES FLUGHAFENS TEMPELHOF: 227 264 Flüge versorgten West-Berlin aus der Luft

GESCHICHTE DES FLUGHAFENS TEMPELHOF : 227 264 Flüge versorgten West-Berlin aus der Luft

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1883 bis 1922:

Der Exerzierplatz Tempelhofer Feld ist Schauplatz für Flugversuche und Luftschiff-Starts.

1923: Die Fläche wird als Flughafen konzessioniert.

19.05.1924: Gründung der Berliner Flughafen-Gesellschaft m.b.H. Berlin ist mit 52 Prozent beteiligt, Deutsches Reich und Preußen mit je 24 Prozent. Ausbau der Fläche.

1924/ 25: Bau des ersten festen Flughafengebäudes im Stil der Neuen Sachlichkeit.

1934: Entscheidung für Ausbau zum Großflughafen.

bis 1937: Abriss des Vorgängerbaus. Bau des größten Verkehrsflughafens der Welt im Monumentalstil der Nazis. Architekt: Ernst Sagebiel. Keine Fertigstellung.

1941 – 1945: Militärische Nutzung durch die Nazis. Unterirdische Produktion von Jagdflugzeugen.

Mai 1945: Übernahme durch Alliierte.

24.06.1948: Beginn der Blockade West-Berlins.

26.06.1948 bis 6.10.1949: Die Amerikaner versorgen die abgeriegelte Stadthälfte via Tempelhof. Parallel versorgen Engländer West-Berlin über den Flughafen Gatow und den Wannsee. 227 264 Luftbrückenflüge gesamt. 126 Flugunfälle mit 76 Toten.

11.05.1949: Ende der Blockade.

1951: Teilfreigabe für zivile Nutzung.

1975: Weitestgehende Stilllegung als Zivilflughafen wegen Eröffnung des Airports Tegel.

1985: erneute Teilfreigabe für Zivil-Luftverkehr.

Anfang 90er: Übergabe durch USA an die Berliner Flughafengesellschaft.

1993: Abzug der US-Streitkräfte. 1994: Schließung wird im Flächennutzungsplan festgeschrieben.

1996: Erste Senatsbeschlüsse zu Schließung.

12.02.2007: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheidet, dass eine Schließung zum 31. Oktober 2008 rechtmäßig ist.

03.04.2007: 102 Bundestagsabgeordnete von Union, SPD und FDP fordern die Fortsetzung des Flugbetriebs bis zur Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI).

08.06.2007: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entwidmet den Flughafen zum 31.10.2008.

22.06.2007: Deutsche Bahn zieht eine Feststellungsklage beim Bundesverwaltungsgericht zurück. Der Konzern hatte mit der Klage die Feststellung angestrebt, dass eine eingeschränkte Fortführung des Flugbetriebs in Tempelhof die Genehmigung für BBI nicht gefährdet.

12.07.2007: Fluggesellschaft Windrose Air und Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT) reichen beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Klage gegen die Entwidmung von Tempelhof ein.

04.12.2007: Bundesverwaltungsgericht Leipzig bestätigt den OVG-Entscheid zur Schließung.

Mitte Dezember 2007: Windrose Air zieht seine Klage gegen die Aufgabe des Flughafens Tempelhof zurück.

05.12.2008: Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) stellt die Pläne des Senats für eine Nachnutzung von Hauptgebäude und Flugfeld (386 Hektar) vor. Vorgesehen sind ein Landschaftspark, neue Siedlungen mit insgesamt 6000 Wohnungen und die Ansiedlung von Gewerbe. Hauptgebäude soll Zentrum für Luftausstellungen und Kern einer neuen MediaCity werden.

15.04.2208: Der rot-rote Senat beschließt für das Tempelhofer Feld eine zügige Änderung des Flächennutzungsplanes und des Landschaftsprogramms.ddp

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