Berlin : Gespart wird jetzt beim Mineralwasser

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In der Charité ist die Ausgabe von Mineralwasser auf einen Liter pro Patient und Tag reduziert worden. „Es ist aber nicht so, dass unseren Patienten, wenn sie einen Liter getrunken haben, die nächste Flasche verweigert wird“, sagte die Sprecherin der Universitätsklinik, Kerstin Endele. Andere Krankenhäuser reagierten mit Unverständnis auf die Sparmaßnahme.

Kerstin Endele bestätigte eine interne Dienstanweisung, nach der nur noch mit der reduzierten Menge kalkuliert wird. Der restliche Durst soll verstärkt mit Tee gestillt werden. „Es gibt einen Ernährungsplan, in dem unter anderem festgelegt wird, welchen Flüssigkeitsbedarf ein Patient hat“, so die Sprecherin.

Dem Vernehmen nach will die Charité mit der Aktion den Wasserverbrauch halbieren. So soll erreicht werden, dass die jetzt geringere Zahl an Kisten nicht mehr in den Fluren, sondern in den Stationsküchen gelagert und die Flaschen vom Pflegepersonal gezielt an Patienten ausgegeben werden. Wie es heißt, wurde ein Großteil des Wassers bisher von Besuchern und Mitarbeitern konsumiert. „Wir können nicht ausschließen, dass in Ausnahmen auch Besucher oder Mitarbeiter von dem Wasser, das wir unbegrenzt für unsere Patienten bereitstellen, etwas trinken“, sagt Uwe Dolderer vom Vivantes-Konzern (23 Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen). „Es kommt für uns jedoch nicht in Frage, deshalb die Mineralwasserversorgung für die Patienten einzuschränken.“

„Bei uns ist das kein Problemfall“, sagte dazu Angela Kijewski von den DRK-Kliniken zur Frage der Mittrinker. Dabei gehe die Tendenz immer mehr zu kostengünstigeren Wasserautomaten. Auch Markus Müschenich, Medizinischer Vorstand des Betreibervereins der Evangelischen Krankenhäuser (acht Kliniken und Pflegeheime), teilt das Problem der Charité nicht. Deshalb bekämen Patienten, „was sie wollen“. Im Sommer gebe man durchschnittlich vier Liter Mineralwasser pro Patient aus. du–

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