Berlin : Gespräch über die Bühnen am Ku’damm

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Die Zukunft des Theaters und der Komödie am Kurfürstendamm bleibt trotz eines gestrigen Treffens zwischen den Betreibern und dem neuen Eigentümer des Ku’damm-Karrees ungewiss. Intendant Martin Woelffer sagte, er und sein Vater Jürgen hätten Vertretern der Investmentgesellschaft Fortress den Betrieb gezeigt und anschließend mit diesen ein „sehr offenes Gespräch“ geführt. Fortress wolle zwar „am Theaterstandort festhalten“, doch stehe weiterhin nicht fest, ob beide Theater erhalten werden können.

Der ehemalige Vermieter – eine Tochterfirma der Deutschen Bank – hatte den Bühnen trotz zahlreicher Proteste zur Jahresmitte 2007 gekündigt. Inzwischen wurden mehr als 100 000 Unterschriften für die Rettung der traditionsreichen Boulevardtheater gesammelt, die Listen liegen nach wie vor dort aus.

Fortress erwarb das Ku’damm-Karree im Dezember, kurz danach hatte es ein erstes Gespräch mit dem Intendanten gegeben. Jetzt zeigten sich die Fortress-Manager laut Woelffer an einer schnellen Lösung interessiert. Er nimmt an, dass die Komödie bessere Chancen hat, falls der Vermieter künftig nur noch eine der Bühnen dulden will. Das Theater am Kurfürstendamm scheint stärker bedroht, weil es direkt am Eingang zum Ku’damm-Karree liegt – damit steht es den Plänen für ein vergrößertes Einkaufszentrum mit neuen Geschäften vermutlich mehr im Wege. CD

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