Berlin : GESUND BRAUN WERDEN – FRAGEN UND ANTWORTEN

-

Vor dem Urlaub ins Solarium – ist die Haut dann besser geschützt?

Nein, denn die Hornhaut verdickt sich durch die UVA-lastige Strahlung der Sonnenbank nicht so sehr wie in der echten Sonne. Und gerade diese „Lichtschwiele“ schützt.

Wie können Sonnenallergiker vorbeugen?

Mit Kalzium-Brausetabletten. 500 Milligramm pro Dosis. Zwei Wochen vor dem Urlaub beginnen. Zweimal am Tag. Bindet Freie Radikale, aggressive Sauerstoffmoleküle, die der Körper unter UV-Strahlung massenhaft produziert.

Welche Medikamente machen die Haut sonnenempfindlicher?

Psychopharmaka wie trizyklische Antidepressiva oder auch Johanniskraut, Antibiotika, Antidiabetika, Antiseptika und ein paar Antirheumatika. Einige Wirkstoffe enthalten einen so genannten Chromophor, der die in Sonnenlicht enthaltene energiereiche UVA-Strahlung aufnimmt und an die Zellen weiterreicht. Durch die Bildung an einen Eiweißstoff könnte es auch zu einer Allergie kommen. Die photosensible Reaktion ruft Rötungen, Schwellungen oder Blasen hervor. Es hilft, die Arzneien abends zu nehmen.

Kann man auch unter Wasser verbrennen?

Ja. Rund 80 Prozent der UVB-Strahlung durchdringt das Wasser noch bis in 30 Zentimeter Tiefe. Und: Nasse Haut ist wesentlich sonnenempfindlicher als trockene, denn im Wasser quillt sie auf, und der hauteigene UV-Filter Urocaninsäure wird ausgewaschen.

Welcher Schutzfaktor für welche Hautfarbe?

Lässt sich errechnen. Eigenschutzzeit der Haut (zwischen fünf – sehr hell – und 30 Minuten) multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die Zeit, die man höchstens in der Sonne bleiben darf. Eine hellhäutige Frau (Eigenschutz zehn Minuten) darf sich mit Faktor zwölf also rund zwei Stunden sonnen.

Und wie oft nachcremen?

Jede Stunde. Aber: Das verlängert die Schutzzeit nicht. Wer länger bräunen will, muss einen höheren Lichtschutzfaktor wählen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar