Gesundheit : Ein Drittel hängt im Sessel

61 Prozent der Berliner treiben wöchentlich Sport, so das Ergebnis einer Verhaltensstudie der Senatssportverwaltung. Danach sind die beliebtesten Sportarten Radfahren, Schwimmen und Joggen. Der Rest bewegt sich zu wenig.

BerlinBerlin sei eine sehr sportaktive Stadt, sagte Sportsenator Ehrhart Körting (SPD). Insgesamt hätten 72 Prozent der Befragten angegeben, sich regelmäßig körperlich zu bewegen, davon 61 Prozent wöchentlich. Dabei sind die Berliner Männer deutlich sportlicher. Ihre Aktivenquote lag bei 73,8 Prozent. Von den Bewohnerinnen der Hauptstadt machen 70,4 Prozent regelmäßig Sport.

Die liebste körperliche Betätigung der Hauptstädter ist Radfahren. 13,9 Prozent der Befragten gaben an, dies regelmäßig zu tun. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Schwimmen sowie Laufen/Joggen. Wald oder Parkanlagen sowie Straßen sind die wichtigsten Orte für Sport und Bewegung in der Hauptstadt. Hier finden fast die Hälfte aller Aktivitäten statt. Klassische Sportanlagen nutzt nur jeder Vierte. Die Sportaktivitäten werden dabei zu 64 Prozent von den Berlinern selbst organisiert.

Die in der Studie ebenfalls erhobene Aktivenquote der Berliner aus Einwanderfamilien liegt Körting zufolge nur etwas niedriger als bei den deutschen Hauptstädtern. Deutlich beliebter sei hier Fußball, während sie weniger das Rad nutzten. Die Ergebnisse sollen in einen Sportentwicklungsplan einfließen. Dessen Ziel sei es, "bessere und passendere Sportangebote" für alle zu schaffen, betonte der SPD-Politiker. Ausgewertet wurden 8845 Fragebögen. Zudem wurden rund 600 Interviews mit türkischstämmigen Berlinern geführt. (mit ddp)

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