Gesundheit : Konjunkturprogramm für Kliniken

Die Berliner Krankenhausgesellschaft fordert eine schnelle Umsetztung des zweiten Konjunkturpakets. Grund seien unter anderem notwendige Baumaßnahmen, erklärte die Gesellschaft.

BerlinDie Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) forderte am Mittwoch eine zügige Umsetzung des zweiten Konjunkturpakets in den Berliner Kliniken. Schon seit Jahren litten die hauptstädtischen Krankenhäuser unter einer Unterfinanzierung der Betriebskosten sowie der Investitionskosten, teilte die BKG mit. Seit 1991 habe das Land Berlin die Krankenhausinvestitionen von 319,4 Millionen Euro auf 99,7 Millionen Euro pro Jahr zurückgeführt.

Allein mehr als 800 Millionen Euro für dringende Baumaßnahmen benötigt

Für dringend notwendige Maßnahmen habe Der Senat für 2008 und 2009 zwar jeweils zusätzliche 20 Millionen Euro einmalig bewilligt, die strukturelle Unterfinanzierung von Krankenhausinvestitionen werde dadurch jedoch nicht behoben, betonte die BKG-Vorsitzende Brit Ismer. Eine Umfrage der BKG unter den Krankenhäusern habe allein für bauliche Maßnahmen einen Investitionsstau von mehr als 800 Millionen Euro aufgrund der nunmehr schon seit Jahren anhaltenden Unterdeckung der Investitionsquote im Krankenhaus ergeben.

Da mit der Aufstellung eines Krankenhausinvestitionsprogramms 2009 bis 2013 schon erhebliche Vorarbeiten für eine unbürokratische Umsetzung eines entsprechenden Investitionsprogramms vorliege, könnten die Mittel sofort eingesetzt werden, betonte BKG-Geschäftsführer Uwe Slama. Die BKG ist die Vereinigung der Träger von Kliniken und stationärer Pflegeeinrichtungen sowie ihrer Spitzenverbände im Land Berlin. 60 Krankenhäuser und 41 stationäre Pflegeeinrichtungen sind in der BKG verbunden. (jm/ddp)

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